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Schnellübersicht von A-Z: Diese Kosten können Sie als Betriebsausgaben geltend machen

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Von Gerhard Schneider,

Wenn Sie Ihren Jahresabschluss machen, aber auch wenn Sie monatlich Ihre Belege sortieren, stehen Sie immer wider vor der Frage: Kann ich diesen Beleg steuerlich als Betriebsausgabe erfassen? Oder gehört diese Ausgabe in den privaten Bereich? Heute habe ich Ihnen deshalb in einer Schnellübersicht zusammengestellt, welche Kosten Sie als Betriebsausgaben absetzen können.

Angehörigenverträge
Auch wenn Sie einen nahen Verwandten eingestellt haben und bezahlen, sind die Ausgaben dafür steuerlich als Lohnkosten absetzbar.
Anlaufkosten
Dazu gehören Aufwendungen vor Ihrer Betriebseröffnung zur „Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs“. Beispiele: Planungskosten, Werbung, Anschaffung von Fachliteratur sind alle abzugsfähig.

Arbeitsmittel

Vom iPad über den Computer bis zur Büro- oder Werkstatteinrichtung können Sie Ihre Aufwendungen als Betriebsausgaben geltend machen – wenn diese nicht mehr als 410 € netto kosten, sogar vollständig im Jahr der Anschaffung als geringwertiges Wirtschaftsgut.

Arbeitszimmer

Für Ihre selbstständige Tätigkeit angemietete Räume (außerhalb der häuslichen Sphäre) sind voll abzugsfähig. Die Kosten für das Arbeitszimmer zu Hause können Sie in voller Höhe dann geltend machen, wenn es alleiniger Mittelpunkt Ihrer Tätigkeit ist.
Berufsverbände
Beiträge an Verbände, die einen direkten Bezug zu Ihrer selbstständigen Tätigkeit haben, sind Betriebsausgaben. Beispiel: Handwerksinnung, Journalistenverband, Bundesverband Junger Unternehmer.
Bewirtungskosten
Haben Sie Geschäftspartner oder Kunden zum Essen eingeladen, können Sie nur 70 % der Kosten steuerlich geltend machen (Vorsteuer können Sie jedoch zu 100 % geltend machen).

Fachliteratur

Dazu gehören Fachbücher und Zeitschriften für Ihre berufliche Tätigkeit. Beispiel: „Einfach Steuern sparen“. Achtung: Auf der Rechnung muss jeweils der Titel angegeben sein.
Fahrtkosten
Als Fahrtkosten für Geschäftsreisen können Sie Pauschalen ansetzen: für jeden gefahrenen Kilometer (Pkw = 0,30 €; Motorrad über 50 ccm = 0,13 €/bis 50 ccm = 0,08 €; Fahrrad = 0,05 €). Bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln setzen Sie die Kosten laut Quittung/Fahrschein ab.

Fortbildungskosten
Wenn die Fortbildung direkt mit Ihrer selbstständigen Tätigkeit zusammenhängt, können Sie die Kosten inkl. der Fahrt- und Übernachtungskosten sowie Kosten für Unterlagen vollständig absetzen.
Geschäftsreisen
Geschäftsreisen unternehmen Sie, wenn Sie vorübergehend Ihre Wohnung oder Ihren Betrieb aus geschäftlichen Gründen verlassen. Sie können Kosten für Verpflegung (nur Pauschalen), Übernachtung, Fahrt usw. absetzen.

Geschenke

Geschenke an Kunden oder Geschäftspartner dürfen Sie absetzen, solange die Kosten pro Person und Jahr nicht mehr als 35 € betragen.
Kfz-Kosten
Haben Sie einen Geschäftswagen, können Sie die damit zusammenhängenden Kosten geltend machen. Beachten Sie aber die besonderen Anforderungen. Zu 100 % können Sie die Kosten lediglich dann absetzen, wenn festgelegt und sichergestellt ist, dass der Wagen ausschließlich beruflich genutzt wird (Beispiel: Lieferwagen).

Wird der Wagen gemischt privat und beruflich (zumindest 10 % beruflich) genutzt, können die Kosten anteilig geltend gemacht werden – entweder über die 1-%-Methode (ab 50%iger betrieblicher Nutzung) oder nach tatsächlich gefahrenen Kilometern (nachgewiesen über ein Fahrtenbuch).
Lohnkosten
Als Betriebsausgaben abzugsfähig sind nicht nur die gezahlten Nettolöhne. Auch Sozialversicherungsbeiträge, Steuern und Direktversicherungen gehören dazu.
Versicherungsbeiträge
Versicherungsbeiträge sind nur dann als Betriebsausgaben abzugsfähig, wenn sie eindeutig betrieblich ver­anlasst sind (z. B. für eine Betriebsunterbrechungs- oder Betriebshaftpflichtversicherung). Achtung: Werden die Beiträge als Betriebsausgaben abgezogen, müssen evtl. Leistungen bei einem Schadensfall versteuert werden.

Werbung

Kosten für Anzeigen, aber auch Werbeveranstaltungen, den Druck von Aufklebern etc. können Sie sofort vollständig als Betriebsausgaben absetzen. Achtung: Werbeeinrichtungen, die teurer sind als 410 € netto, etwa Leuchtreklame, müssen Sie über die Nutzungsdauer abschreiben.

Zinsen

Zinsen für betriebliche Verbindlichkeiten sind Betriebsausgaben. Beispiele: Darlehenszinsen, Stundungszinsen bei Betriebs-Steuerschulden wie z. B. Umsatz- und Gewerbesteuer. Schuldzinsen für Darlehen, die für eine konkrete Investition aufgenommen wurden, sind unbegrenzt abziehbar. Für andere Zinsen (Kontokorrent-Zinsen auf dem Girokonto) gilt ein Sockelbetrag von 2.050 €, der problemlos geltend gemacht werden kann.

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