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So bilden Sie sich fort – und das Finanzamt spielt mit

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Von Gerhard Schneider,

Eine betriebliche Fortbildung, deren Kosten voll als Betriebsausgabe absetzbar sind, liegt vor, wenn die Maßnahme einen konkreten Bezug zu Ihrer selbstständigen Betätigung hat. Das ist der Fall, wenn Sie Ihre neuen Erkenntnisse unmittelbar betrieblich verwenden können.

 

Kosten der betrieblichen Fortbildung sind nach § 4 Abs. 4 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abzugsfähig. Das gilt unabhängig von der Art und Weise der Fortbildung. Dabei kann es sich z. B. um den Besuch einer Messe, eines Kongresses, eines Seminars oder eines Lehrgangs handeln. Es ist unwichtig, ob Sie die Fortbildung mit großem Zeitaufwand oder nur nebenbei erledigen. Die Maßnahme kann bei Ihnen vor Ort stattfinden oder mit Reisen verbunden sein. Auch spielt es keine Rolle, ob Sie eine Prüfung ablegen und diese bestehen.

Beispiele für solche unbeschränkt absetzbaren Fortbildungen:

  • Ein Elektrikermeister besucht einen Lehrgang zur Geräteprüfung. Die Kenntnisse braucht er für seine tägliche Arbeit, also sind die Kosten der Maßnahme als betriebliche Fortbildung absetzbar.
  • Ein IT-Trainer lernt Business-Englisch, weil er international für Kunden arbeitet. Er setzt die Kosten ab.
  • Ein Einzelhändler fährt zu einer Messe, um sich über Neuheiten in seiner Branche zu informieren. Er nimmt dort zudem an einem Fachseminar zur Preiskalkulation teil. Alle Kosten – für Eintritt, Seminarteilnahme, Reise – sind Betriebsausgaben.

 

 

Hier lauert Ärger mit dem Finanzamt

Findet eine Fortbildung im Rahmen einer mehrtägigen Reise statt, ist oft nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob Sie aus privaten oder betrieblichen Gründen teilnehmen. Aus Sicht des Fiskus sprechen im Zweifel folgende Merkmale für eine private Veranlassung:

  • der Besuch bevorzugter Ziele des Tourismus,
  • ein häufiger Ortswechsel (z. B. Rundreisen),
  • die Einbeziehung vieler Sonn- und Feiertage, die zur freien Verfügung stehen,
  • die Mitnahme des Ehepartners oder anderer naher Angehöriger,
  • die Verbindung mit einem Privataufenthalt,
  • eine entspannende oder kostspielige Beförderung (z. B. Schiffsreise).

Erfüllt Ihre Fortbildungsreise einige der genannten Kriterien, ist aber dennoch aus Ihrer Sicht rein betrieblich veranlasst, setzen Sie die Kosten voll ab. Heben Sie Unterlagen auf, aus denen hervorgeht, welche betrieblich wichtigen Inhalte Ihnen während der Veranstaltung vermittelt worden sind und welche Kriterien belegen, dass es sich um eine betriebliche und nicht um eine private Maßnahme handelt. Für die betriebliche Veranlassung sprechen vor allem

  • ein homogener Teilnehmerkreis (alle Teilnehmer gehören dem gleichen Berufsstand an),
  • eine straffe und lehrgangsmäßige Organisation (der Veranstaltungsverlauf lässt kaum Platz für private Aktivitäten) und
  • ein Programm, das auf die betrieblichen Bedürfnisse und Gegebenheiten der Teilnehmer zugeschnitten ist (eindeutiger und leicht erkennbarer Zusammenhang mit der betrieblichen Betätigung).

 

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