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Von Gerhard Schneider,

Frage: Ich habe mir für meine Selbstständigkeit zu Hause ein Büro eingerichtet. Die Kosten dafür mache ich als Betriebsausgaben steuerlich geltend. Meine Lebenspartnerin, mit der ich zusammenwohne, arbeitet angestellt als Lehrerin. Für sie wollen wir einen Schreibtisch in meinem Arbeitszimmer aufstellen. Könnte das Probleme mit der Steuer geben?

Antwort: Ja, hier sollten Sie vorsichtig sein. Wenn zwei sich ein Arbeitszimmer teilen, lauern schnell steuerliche Nachteile.
Dazu gibt es einen aktuellen Fall (Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 12.07.2012, 3 K 447/12). Hier hatte sich ein Lehrerehepaar ein gemeinsames Arbeitszimmer zu Hause eingerichtet. Wie Sie vielleicht wissen, können Angestellte und Selbstständige, bei denen das häusliche Arbeitszimmer nicht der alleinige Mittelpunkt der Tätigkeit ist, nicht die tatsächlichen Kosten für das Arbeitszimmer absetzen, sondern maximal 1.250 € pro Jahr. So machten die Ehepartner jeweils diesen Betrag in ihrer Steuererklärung geltend. Das Finanzamt und das Gericht machten Ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung. Die 1.250 € durften nur einmal – anteilig auf die beiden Ehepartner – geltend gemacht werden. Der Betrag gelte objektbezogen und sei unabhängig von der Zahl der Nutzer, so die Richter.

Die Eheleute argumentierten vergeblich, dass sie das Zimmer nur durch eine Mauer teilen müssten, um den Betrag zwei Mal geltend machen zu können.
Wie gefährlich das im Fall eines Selbstständigen werden kann, geht aus einem schon einige Jahre alten Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH, Urteil vom 23.9.2009, Az. IV R 21/08) hervor. Nachteile ergeben sich danach z. B. in diesem Fall: Sie arbeiten als Selbstständiger Vollzeit in Ihrem häuslichen Arbeitszimmer. Ihr Ehepartner hat sich dort auch eine Arbeitsecke eingerichtet – und verbringt etwa 10 % seiner Arbeitszeit an diesem Platz.
In einer solchen Konstellation können Sie nach dem BFH-Urteil nur die Hälfte der Kosten geltend machen, weil Sie sich das Büro mit Ihrem Partner teilen. Ihr Partner wiederum kann gar keine Kosten ansetzen, weil er die Bedingungen für ein häusliches Arbeitszimmer nicht erfüllt. Konsequenz: 50 % Steuervorteil gehen verloren.

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