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Was das Finanzamt zur Arbeitsecke im Wohnzimmer sagt

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Von Gerhard Schneider,

In dem Fall ging es um einen Selbstständigen, der sich neben seinem Büro noch eine Arbeitsecke in seinem Wohn- und Esszimmer eingerichtet hatte. Dafür machte er in seiner Steuererklärung anteilige Kosten für die Miete der Wohnung geltend. Doch das Finanzamt und das Finanzgericht machten ihm einen Strich durch die Rechnung.

Die Kosten für eine Arbeitsecke können nicht abgesetzt werden. Der Betriebsausgabenabzug komme nur für Arbeitszimmer in Frage, so die Richter (Finanzgericht Düsseldorf, Pressemitteilung vom 3.9.2012, Urteil vom 6.2.2012, Az. 7 K 87/11).
Damit ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich anerkannt wird, sollte es strenge Voraussetzungen erfüllen:

  • Abgeschlossener Raum: Bei dem Arbeitszimmer sollte es sich um einen abgeschlossenen Raum handeln.
  • Kein Durchgangszimmer: Es darf sich nicht um ein Durchgangszimmer handeln, das z. B. als Verbindung zwischen Wohn- und Schlafzimmer dient.
  • Betriebliche Nutzung: Das Zimmer muss möglichst ausschließlich betrieblich genutzt werden – mindestens zu 90 %. Wer eine Schlafcouch in sein Arbeitszimmer stellt, um dort hin und wieder Gäste übernachten zu lassen, riskiert sofort den steuerlichen Abzug, wenn das Finanzamt sich das Zimmer anschaut.

 

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Sie die anteiligen Kosten in unbegrenzter Höhe absetzen, wenn das Arbeitszimmer alleiniger Mittelpunkt Ihrer Arbeit ist. Ist das Arbeitszimmer zu Hause nicht alleiniger Mittelpunkt Ihrer Arbeit (z. B. Handelsvertreter), können Sie die Kosten bis zur Obergrenze von 1.250 € pro Jahr absetzen.
Haben Sie noch ein anderes Büro außerhalb Ihrer Wohnung gemietet, können Sie gar keine Kosten für ein Home-Office geltend machen.

Tipp: Denken Sie daran, die Ausstattung auf jeden Fall abzusetzen

Wenn Sie sich zum Beispiel als Gründer nur eine Arbeitsecke zu Hause einrichten können, weil Sie in der Gründungsphase sparsam sein wollen, können Sie keine anteilige Miete und Nebenkosten dafür steuerlich geltend machen – das zeigt das Urteil. Was Sie aber beachten sollten:
Die Einrichtung für diese Arbeitsecke oder ein nicht anerkennungsfähiges Arbeitszimmer können Sie sehr wohl steuerlich geltend machen, wenn die Nutzung betrieblich erfolgt. Sie können also zum Beispiel die Kosten für den Computer, den Schreibtischstuhl, das Aktenregal, den Schreibtisch etc. absetzen. Lassen Sie sich diesen Vorteil nicht entgehen – auch wenn Sie nur eine Arbeitsecke haben!

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