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Zwei Tipps für den Dezember: So holen Sie im letzten Moment noch eine Steuer-Ersparnis für 2014 heraus!

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Von Gerhard Schneider,

Der letzte Monat des Jahres hat begonnen – jetzt können Sie noch wenige Wochen gestaltend eingreifen und Ihre Einnahmen sowie Ausgaben so steuern, dass eine drohende Nachzahlung möglichst gering ausfällt. 3 Möglichkeiten für die letzten Monate des Jahres zeige ich Ihnen hier.

Tipp 1: Arbeiten Sie geschickt mit geringwertigen Wirtschaftsgütern

Geringwertige Wirtschaftsgüter, die weniger als 150 bzw. 410 € (netto, also ohne Umsatzsteuer) kosten, können Sie sofort im Anschaffungsjahr in voller Höhe abschreiben. Wie Sie vielleicht wissen, haben Sie die Wahl, wo die Grenze für die geringwertigen Wirtschaftsgüter beginnt. Sie können die Grenze entweder bei 150 oder bei 410 € ansetzen. Diese Wahl treffen Sie jeweils für ein Jahr. In vielen Fällen ist es günstiger, die Grenze auf 410 € festzulegen, weil Sie so mehr Wirtschaftsgüter im Anschaffungsjahr sofort abschreiben können.
Das heißt für Sie: Machen Sie jetzt Liste, welche Anschaffung Sie in den kommenden Monaten noch sinnvollerweise tätigen müssen. Ziehen Sie den Kauf auf den Dezember 2014 vor und achten Sie darauf, dass Investitionen 410 € nicht überschreiten. So haben Sie noch den vollen Betriebsausgabenabzug, wenn Sie bis 31.12. bezahlen.
Beispiel: Sie brauchen Sie ein neues Buch- und Aktenregal für Ihr Büro. Sie könnten ein großes Regal für beispielswiese 800 € kaufen. Nachteil dann: Den Kaufpreis müssen Sie über viele Jahre abschreiben. Steuerlich macht sich die Ausgabe in 2014 kaum bemerkbar. Kaufen Sie im Dezember aber zwei kleine Regale für jeweils 400 €, können Sie die kompletten 800 € noch in 2014 als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.

Profi-Tipp: Direkt ans nächste Jahr denken

Die Regelungen zu den geringwertigen Wirtschaftsgüter ermöglichen Ihnen aber noch eine interessante Gestaltung mit Wirkung fürs nächste Jahr. Wichtigster Punkt dabei: Bilden Sie in der Steuererklärung 2014 so viele Investitionsabzugsbeträge wie möglich. Mit einem Investitionsabzugsbetrag bilden Sie eine Rücklage für eine Anschaffung, die Sie erst in den Folgejahren tätigen werden. Diese Rücklage beträgt maximal 40 % der geplanten Anschaffungskosten. Wenn Sie die Investition, für die Sie einen Investitionsabzugsbetrag gebildet haben, in einem der folgenden 3 Jahre tatsächlich tätigen (§ 7g Abs. 2 Satz 2 Einkommensteuergesetz), können Sie die tatsächlichen Anschaffungskosten für das Wirtschaftsgut um 40 % (maximal die Höhe des Investitionsabzugsbetrags) verringern.
Der Effekt dieser Gestaltung: Dadurch drücken Sie die Anschaffungskosten zahlreicher Wirtschaftsgüter unter die Grenze von 150 bzw. 410 €. Solche Wirtschaftsgüter können Sie im Anschaffungsjahr in voller Höhe abschreiben.

Beispiel: Sie wählen 2015 die 410-€-Grenze. Sie bilden in Ihrer Steuererklärung 2014 einen Investitionsabzugsbetrag für die Anschaffung eines bequemen neuen Chefsessels für Ihr Büro, den Sie im Oktober 2015 kaufen. Kaufpreis: 500 €. Der Investitionsabzugsbetrag beläuft sich auf maximal 40 %, also 200 €. Wenn Sie den Stuhl nun kaufen, können Sie in Ihrem Anlageverzeichnis die Anschaffungskosten um den 40%igen Investitionsabzugsbetrag verringern. Also 500 € – 200 € = 300 €. Das heißt dann für Sie: Die Anschaffungskosten für den Stuhl rutschen unter die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter. Statt die Anschaffungskosten für den Stuhl über lange Jahre abzuschreiben, machen Sie diese insgesamt sofort im Kaufjahr 2015 geltend.

Tipp 2: Horten Sie Vorräte für 2015

Wenn Sie ausreichend Geld dafür auf dem Geschäftskonto haben, können Sie mit einer ganz einfachen Methode noch die Steuerlast 2014 senken: Sie kaufen und bezahlen einfach am Ende des Jahres Vorräte für Ihr Unternehmen in größeren Mengen.
Beispiel: Sie kaufen und bezahlen noch bis Ende Dezember Ihre Jahresvorräte an Büro- bzw. Rohmaterial, das Sie weiterverarbeiten, oder Ähnliches.
So lange Sie innerhalb 2014 dafür zahlen und die Vorräte tatsächlich für den betrieblichen Gebrauch vorgesehen sind, ist die steuerliche Anerkennung für dieses Jahr kein Problem, auch wenn das Material erst in der Zukunft benötigt wird.
Gut zu wissen: Falls das Finanzamt bei einer Überprüfung wegen dieser Vorratskäufe kritisch nachfragt, sollten Sie dieses höchstrichterliche Urteil kennen: In dem Fall hatte ein Zahnarzt zum Ende des Jahres einen Zahngold-Vorrat von 12 kg angeschafft, obwohl er pro Jahr nur etwa 2,5 kg verbrauchte (Bundesfinanzhof , Urteil vom 12.7.1990, Az. IV R 137-138/89).

Steuern und Bilanzierung aktuell

Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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