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Keine Betriebsprüfung ist wie die andere. Vor allem, wenn Sie bislang noch keine mitgemacht haben, sind anfangs viele Fragen offen. In diesem...

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Der Betriebsprüfer verschätzt sich zu Ihren Lasten? Das können Sie tun

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Von Midia Nuri,

Es kommt in den besten Unternehmen vor und ist der Schrecken vieler Unternehmer: Bei einer Betriebsprüfung nimmt der Prüfer eine so genannte Einnahmenzuschätzung vor.

Das kann mehrere Gründe haben:

  • Vielleicht hat er sich für Ihren Imbiss ausgerechnet, dass Sie bei den eingesetzten Zutaten mehr Portionen hätten verkaufen müssen?
  • Oder er meint, beobachten zu können, dass die Zahl an Laufkunden, die er da an einem sonnigen Mittwochnachmittag gezählt hat, eigentlich einen höheren Umsatz ergeben müssten?
  • Oder aber der Prüfer legt branchentypische Kennzahlen zugrunde und kommt dadurch auf ein höheres Betriebsergebnis.

Das sollten Sie tun

Egal aus welchem Grund der Betriebsprüfer mit höheren Einnahmen rechnet als Sie selbst – erst einmal sollten Sie intern klären, ob an den Zweifeln und Behauptungen des Finanzamts zu der Einnahmenverkürzung etwas dran ist. Und dann haben Sie folgende Möglichkeiten:

Fall 1: Die Einnahmenzuschätzung ist berechtigt

Ist etwas dran – also haben Sie aus welchen Gründen auch immer Einnahmen tatsächlich nicht vollständig aufgezeichnet –, sollten Sie zur Wahrung Ihrer Rechte eine Steuerberater oder Rechtsanwalt hinzuziehen.

Fall 2: Die Einnahmenzuschätzung ist unberechtigt

Aber vielleicht kommen Sie auch zu dem Ergebnis, dass die Einnahmenzuschätzung unberechtigt ist. Dann haben Sie gute Chancen, zu Ihrem Recht zu kommen.

Das sollten Sie in dem Fall wissen

Sind die Feststellungen des Finanzamts unberechtigt und basiert die Annahme einer Einnahmenverkürzung auf EDV-Auswertungen oder auf einer Geldverkehrsrechnung, ist das Finanzamt in der Beweislast.

So können Sie sich wehren

  • Bitten Sie den Prüfer des Finanzamts um eine schriftliche Darstellung seiner Feststellungen. Hat der Prüfer nichts Handfestes, ist die Zuschätzung spätestens im Einspruchsverfahren vom Tisch.
  • Legt der Prüfer Ihnen nur eine EDV-Auswertung vor, reicht das grundsätzlich nicht für die Vermutung einer Einnahmenverkürzung. Er muss noch mehrere Mängel festgestellt haben, die die EDV-Auswertung nur bestätigt.
  • Lassen Sie sich auf keinen Deal ein. Wenn Sie steuerlich ein reines Gewissen haben, wäre ein Kompromiss wie ein Schuldeingeständnis.
  • Sind die Gespräche mit dem Prüfer festgefahren, bitten Sie darum, dass dessen Vorgesetzter oder besser noch der zuständige Leiter der Betriebsprüfungsstelle am nächsten Gespräch teilnehmen soll. Stehen die Feststellungen des Prüfers auf „wackligen Beinen”, wird er seine Zuschätzungen möglicherweise wieder fallen lassen.

Achtung: Was auch immer Sie tun – Sie sollten dafür unbedingt einen Steuerberater hinzuziehen.

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