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Keine Betriebsprüfung ist wie die andere. Vor allem, wenn Sie bislang noch keine mitgemacht haben, sind anfangs viele Fragen offen. In diesem...

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Ihre Bargeldkasse - sicher vor Betriebsprüfern

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Von Heinz-Wilhelm Vogel,

Viele GmbHs sitzen – steuerlich gesehen – auf einem Pulverfass und ahnen es noch nicht einmal. Es geht um die Bargeldkasse, die in allen Unternehmen vorhanden und aus Sicht des Finanzamts das Herzstück einer jeden Buchhaltung ist.

Bargeldkasse im Visier der Betriebsprüfer

Fehler und Versäumnis, die hier passieren, können Sie teuer zu stehen kommen. Denn das Finanzamt ist berechtigt, bei den Einnahmen Sicherheitszuschläge hinzu zu schätzen.

Sie müssen sich aber nicht alles gefallen lassen, was Betriebsprüfern in den Sinn kommt. Das zeigt eine Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz, mit der übereifrige Betriebsprüfer gestoppt wurden (FG Rheinland-Pfalz, Az. 2 K 1277/10).

Bargeldkasse geriet ins Visier des Finanzamts

Der Fall betrifft ein Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche. Die Betriebsprüfer bemängelten nicht nur, dass die Kassenbücher in Form von Excel-Tabellen geführt wurden. Zusätzlich warfen sie dem Unternehmen vor, dass die gesetzlich geforderte Unveränderbarkeit der Kassenbucheintragungen nicht gewährleistet sei. Das Unternehmen habe nicht nachgewiesen, dass Manipulationsmöglichkeiten ausgeschlossen seien.

Betriebsprüfer unterstellten Manipulationen

Es kam sogar noch „dicker“: Die Betriebsprüfer machten mit einer speziellen Prüfsoftware den Chi-Quadrat-Test. Nach dieser mathematischen Auswertung der Buchführungsdaten verstiegen sich die Betriebsprüfer zu der Behauptung, der Test habe eine 100%ige Manipulationswahrscheinlichkeit ergeben.<br/>

Deshalb erhöhten die Betriebsprüfer den jährlichen Umsatz durch Schätzung und dementsprechend auch den Gewinn des Unternehmens ganz erheblich.

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Finanzrichter stoppten das Finanzamt

So geht das nicht, entschieden die Finanzrichter. Kurz und bündig beschieden sie dem Finanzamt, sich mächtig verrannt zu haben. Denn: Es sei überhaupt nicht Aufgabe des Unternehmens nachzuweisen, dass Manipulationen ausgeschlossen seien.

Vielmehr sei genau anders herum das Finanzamt verpflichtet, Manipulationen überhaupt erst mal zu belegen, wenn es entsprechende Vorwürfe erhebt. Genau diesen Nachweis blieb das Finanzamt aber schuldig.

Praxis-Tipp: Diese Entscheidung zeigt, dass es keinen Grund gibt, sich von der Droh- und Druckkulisse, die manche Betriebsprüfer bewusst aufbauen, beeinflussen zu lassen. Stellen Sie sich aber darauf ein, dass Betriebsprüfer die Bargeldkasse umso penibler kontrollieren, je größer der Anteil der Bargeldgeschäfte an Ihren Gesamtumsätzen ist.

Ein negativer Kassenbestand ist theoretisch nicht möglich, wird bei Betriebsprüfungen aber immer wieder nachgewiesen. Das beweist dann, dass die Kasse zumindest im Prüfungszeitraum offensichtlich nicht tagesgenau geführt wurde. Denn negative Kassenbestände treten erfahrungsgemäß nur dann auf, wenn die Kasseneinnahmen und -ausgabenerst nach Tagen oder gar Wochen nachgeschrieben wird.

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