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Keine Betriebsprüfung ist wie die andere. Vor allem, wenn Sie bislang noch keine mitgemacht haben, sind anfangs viele Fragen offen. In diesem...

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Keine IDEA, worauf der Betriebsprüfer achtet? Doch!

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Von Midia Nuri,

Sicher haben Sie schon IDEA gehört: dem Softwareprogramm, mit dem jeder Betriebsprüfer eines Finanzamtes seit einigen Jahren zu Werke geht. Und das überaus erfolgreich – für den Fiskus. Das zeigt die Entwicklung der Steuereinnahmen aufgrund von Betriebsprüfungen.

 

Mit IDEA kann der Betriebsprüfer auch noch so umfangreiche Daten binnen weniger Minuten miteinander abgleichen. Unstimmigkeiten oder Fehler fallen so umgehend auf.

Diese 9 Punkte klärt der Prüfer mit IDEA routinemäßig ab:

1. Kassenprüfung

Hier kontrolliert der Betriebsprüfer, ob negative Kassenbestände vorliegen.
Kommt das bei der Softwareprüfung heraus, geht der Prüfer von höheren Betriebseinnahmen aus als angegeben.

2. Kontrolle aller Rechnungen

Der Betriebsprüfer checkt, ob bei fortlaufenden Rechnungsnummern irgendwo Lücken sind.

Ist das der Fall, wird der Prüfer daraus schließen, dass Rechnungen fehlen. Für ihn ein Grund, von höheren Betriebseinnahmen auszugehen.

3. Summe aller Rechnungen

Hierbei geht es um die Frage, ob Sie alle Betriebseinnahmen vollständig erfassen.

Findet der Prüfer irgendwelche Differenzen, wird er auch dies zum Anlass nehmen, Ihre Einnahmen höher anzusetzen.

4. Vergleich zwischen Angebot und Rechnung speziell bei Handwerkern

Darum geht es: Der Prüfer will wissen, ob die Endabrechnung deutlich unter dem Angebot liegt.

Ist das der Fall, wird er davon ausgehen, dass eventuell ein Teil der Leistung schwarz vereinnahmt wurde.

 

5. Zeitreihenvergleich

Hierbei interessiert den Betriebsprüfer die Frage, ob das Verhältnis von Wareneinkauf und Erlös im Wochen- oder Monatsvergleich stimmt.

Bei Widersprüchlichkeiten wird der Prüfer davon ausgehen, dass Sie Bareinnahmen nicht vollständig erfasst haben – und ebenfalls Ihre Einnahmen höher als angegeben einzuschätzen.

6. Anwendung der Benford-Analyse

Hierbei will der Betriebsprüfer wissen, ob die Anfangsziffern innerhalb Ihrer Buchführung statistisch normal verteilt sind.

Ergibt die Softwareprüfung hier, dass manche Ziffern auffallend häufiger auftauchen, wird der Betriebsprüfer davon ausgehen, dass Sie die Zahlen manipuliert haben. Er wird vermuten, dass Sie Umsätze verschwiegen haben – und einen Schätzbetrag aufschlagen.

7. Chi-Quadrat-Test

Den Begriff Chi-Quadrat-Test haben Sie vielleicht schon mal gelesen. Chi Quadrat gibt ein statistisches Wahrscheinlichkeitsverhältnis an. Es gibt Auskunft darüber, ob einzelne Ziffern im Zahlenwerk Ihrer Buchführung auffällig oft verwendet wurden.

Ist das der Fall, wird der Prüfer vermuten, dass die Zahlen manipuliert sind. Begründung: Bei erfundenen Daten kommen bestimmte Zahlen als Lieblingszahlen untypisch oft vor.

8. Mini-Job/Abgleich der Kontonummern

Darum geht es: Der Prüfer will schauen, ob Zahlungen an mehrere Minijobber auf dasselbe Konto überwiesen wurden.

Ist das der Fall, wird er davon ausgehen, dass Sie ein Beschäftigungsverhältnis mit Entgelt über 400 € zum Schein auf mehrere Minijobs aufgeteilt haben.

9. Bewirtungen

Darum geht es: um die Frage, ob Tage, an denen Bewirtungen stattgefunden haben, überwiegend auf Wochenenden gefallen sind.

Ist das der Fall, wird der Prüfer von überwiegend privaten Anlässen ausgehen.

Der Betriebsprüfer orientiert sich an Richtsätzen

Bei all diesen Punkten, geht der Betriebsprüfer aber nicht von seiner persönlichen Einschätzung aus. Stattdessen orientiert er sich an Richtsätzen für bestimmte Branchen, in denen sich das Betriebsergebnis im Normalfall bewegen sollte.

Ergibt die Prüfung mit IDEA, dass Ihre Zahlen aus dem Rahmen fallen, wird der Prüfer nicht gleich Umsatz und Gewinn um einen Sicherheitszuschlag erhöhen. Erst, wenn sich zusätzlich deutliche Mängel in Ihrer Buchführung finden, wird er das tun. Auch dabei wird er sich an den Werten der Richtsatzsammlung orientieren.

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