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Keine Betriebsprüfung ist wie die andere. Vor allem, wenn Sie bislang noch keine mitgemacht haben, sind anfangs viele Fragen offen. In diesem...

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Prüfungsangst? Die sollten Sie haben!

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Steuer Betriebspruefung

Von Midia Nuri,

Wenn es Ihnen so geht, wie den meisten Selbstständigen, dann haben auch Sie immer wieder Angst vor einer Prüfung des Finanzamts. Und diese Angst wird jetzt in 2011 immer berechtigter.

Denn eine Form der Betriebsprüfung wird immer häufiger angewandt und soll nun auch noch verschärft werden: Es geht um die Umsatzsteuer-Nachschau – die wohl unangenehmste Form der Prüfung durchs Finanzamt. Denn für diese Art der Prüfung gilt eine Besonderheit: Zu einer Umsatzsteuer-Nachschau darf der Prüfer jederzeit ohne Anmeldung bei Ihnen auf der Matte stehen und Einsicht in Ihre Unterlagen verlangen, die Ihre Umsatzsteuer betreffen.

Was Gegenstand der Betriebsprüfung bei einer Umsatzsteuer-Nachschau ist

Gegenstände der überraschenden Prüfung sind zum Beispiel:

  • Sind Ihre einzelnen Eingangs- und Ausgangsrechnungen korrekt (§ 14 Abs. 1 UStG) und berechtigen sie wirklich zum Vorsteuerabzug?
  • Außerdem schauen die Prüfer nach, ob tatsächlich die Wirtschaftsgüter vorhanden sind und betrieblich genutzt werden, aus deren Kauf Sie Vorsteuer geltend gemacht haben.

Nun plant der Gesetzgeber eine weitere Verschärfung: Wenn Sie Ihre Umsatzsteuer mit einem PC erledigen, sollen die Prüfer das Recht haben auf Ihr EDV-System zuzugreifen. Mit anderen Worten: Der Prüfer darf sich dann an Ihren PC setzen und im Rahmen der unangekündigten Umsatzsteuer-Nachschau auch auf elektronisch gespeicherte Aufzeichnungen, Bücher oder Geschäftspapiere zugreifen!

Wie Sie sich am besten für eine Umsatzsteuer-Nachschau wappnen

Mein Tipp deshalb: Erledigen Sie Ihr (Umsatzsteuer-)Angelegenheiten am besten auf einem extra dafür eingerichteten PC oder Laptop, der ansonsten keine oder nur unwichtige Daten enthält. Verlangt der Prüfer Einsicht in Ihre Umsatzsteuer-Daten, kann er sich vor diesen Computer setzen – und nicht vor einen anderen, auf dem noch zahlreiche andere Daten vorhanden sind, die er genauer inspizieren könnte…

Wann ist die Gefahr einer Umsatzsteuer-Nachschau besonders groß?

Diese Frage stellen wahrscheinlich auch Sie sich gerade. Hier sind die drei Risiko-Faktoren, bei denen die Gefahr einer unangekündigten Nachschau steigt:

  • Sie haben Ihr Unternehmen neu gegründet oder sich gerade selbstständig gemacht. Bei Unklarheiten oder Ungereimtheiten, die die Umsatzsteuer betreffen, schicken die Finanzämter schnell einen Prüfer zur Nachschau hinaus.
    Hintergrund: Viele Betriebe werden von Umsatzsteuerbetrügern nur als Scheinfirmen gegründet. Deshalb schaut das Finanzamt bei Neugründungen genau hin.
    Tipp: Seien Sie als Gründer bei der Umsatzsteuer besonders sorgsam und halten Sie sich an alle Termine, um die Aufmerksamkeit nicht auf sich zu lenken.
  • Sie melden hohe Vorsteuerbeträge an und bekommen möglicherweise bei der Umsatzsteuervoranmeldung einen Erstattungsbetrag vom Finanzamt. Das passiert besonders häufig in der Gründungsphase, wenn Sie größere Investitionen tätigen, aber noch keine Gewinne erzielen.
    Tipp: Beugen Sie einer Prüfung vor, in dem Sie dem Finanzamt Rechnungskopien für die Anschaffungen übermitteln, wenn Sie hohe Vorsteuerbeträge geltend machen.
  • Ihr Finanzamt hat ein Auskunftsersuchen zum Vorsteuerabzug eines anderen Unternehmens, mit dem Sie zusammenarbeiten, von einem anderen Finanzamt bekommen.
    Beispiel: Ein Unternehmen hat aus einer Rechnung von Ihnen die ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht. Das Unternehmen wird nun geprüft und die Prüfer wollen wissen, ob mit Ihrer Rechnung alles in Ordnung ist. Dann kann es passieren, dass Ihr Finanzamt direkt einen Prüfer zur Nachschau herausschickt.
    Tipp: Prüfen Sie so genau wie möglich, mit wem Sie zusammenarbeiten, um keinen dubiosen Scheinfirmen aufzusitzen.

 

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