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Keine Betriebsprüfung ist wie die andere. Vor allem, wenn Sie bislang noch keine mitgemacht haben, sind anfangs viele Fragen offen. In diesem...

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Sind Sie auf Ihre Betriebsprüfung vorbereitet?

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Steuer Betriebspruefung

Von Midia Nuri,

Überall in der öffentlichen Verwaltung muss gespart und Personal abgebaut werden, heißt es. Wirklich überall? Es gibt Abteilungen in der Finanzverwaltung, in denen seit Jahren Personal aufgestockt wird: in den Betriebsprüfungsstellen der Finanzämter.

Nach einer aktuellen Übersicht stieg die Zahl der Betriebsprüfer im vergangenen Jahr bundesweit um 6%. Allein Nordrhein-Westfalen will in diesem Frühjahr 2011 volle 200 zusätzliche Betriebsprüfer einstellen. Solche Zahlen lassen nur einen Schluss zu: Die Zahl der Betriebsprüfungen wird steigen! Wer aus der Sicht des Finanzamts steuerlich auf die eine oder andere Art auffällig wird, muss heutzutage schneller mit dem ungebetenen Besuch vom Finanzamt rechnen als je zuvor. Sind Sie darauf vorbereitet, falls es Sie trifft? Die folgende Checkliste, mit der Sie sich auf eine Prüfung vorbereiten, sollten Sie deshalb immer griffbereit haben.

Checkliste zur Vorbereitung auf eine Betriebsprüfung

  • Prüfen Sie nach der ersten telefonischen oder schriftlichen Ankündigung der Prüfung, ob Ihnen genügend Zeit für die Vorbereitung bleibt. Versuchen Sie ggf. den Termin zu verschieben.
  • Vereinbaren Sie mit dem Betriebsprüfer eine genaue Uhrzeit, zu der er am ersten Prüfungstag erscheinen wird. Wenn Sie einen Steuerberater haben, sollten Sie ihn nicht nur bei der Prüfungsvorbereitung einbeziehen.
  • Haben Sie keinen geeigneten Arbeitsplatz, den Sie dem Prüfer zur Verfügung stellen können, beantragen Sie, dass die Prüfung in anderen Räumen stattfindet – zum Beispiel bei Ihrem Steuerberater.
  • Gehen Sie in die Prüfung und in die Vorbereitung möglichst nicht allein. Ziehen Sie Ihren Steuerberater oder zumindest einen erfahrenen selbstständigen Kollegen hinzu.
  • Stellen Sie alle Unterlagen für den Prüfungszeitraum zusammen: Jahresabschlüsse, Rechnungen, Kontoauszüge. Wenn Sie Ihre Belege verbucht haben, zeigen Sie auch die Konten, Summen- und Saldenlisten.
  • Arbeiten Sie mit einem PC, müssen Sie dem Prüfer das Lesen Ihrer Daten ermöglichen. Am besten überspielen Sie dafür alle steuerlich relevanten Daten auf einen separaten PC, damit er nicht aus Versehen auf Informationen stößt, die ihn nichts angehen. Der Prüfer kann auch verlangen, dass Sie oder ein anderer die Daten nach seinen Vorgaben auswerten.
  • Meist wird der Prüfer auch die Vorlage von Verträgen (z.B. Mietverträge, Arbeitsverträge) verlangen. Übergeben Sie solche Verträge am besten in Kopie.
  • Legen Sie nur die betrieblichen Unterlagen bereit und prüfen Sie deren Vollständigkeit. Private Unterlagen, zum Beispiel die Auszüge eines rein privat genutzten Kontos, müssen Sie nicht von sich aus vorlegen. Wenn aber über das private Konto auch geschäftliche Zahlungen laufen, ist der Prüfer berechtigt, die entsprechenden Auszüge mitzuprüfen.

Zur Betriebsprüfung gehört auch eine Betriebsbesichtigung

  • Suchen Sie alle Verträge heraus, die für den Prüfungszeitraum von Bedeutung sind. Prüfen Sie, ob die Form der Verträge ordnungsgemäß ist und ob sie auch tatsächlich, wie vereinbart, durchgeführt wurden.
  • Prüfen Sie, ob Verträge mit Angehörigen einem Fremdvergleich standhalten.
  • Zu einer Betriebsprüfung gehört auch eine Betriebsbesichtigung. Achten Sie darauf, dass die Räume entsprechend vorbereitet sind. Beispiel: Entfernen Sie alle Gegenstände aus dem Arbeitszimmer, die auf eine private Nutzung hindeuten könnten, z.B. Unterhaltungselektronik (Kaffeemaschine ist unbedenklich). Ist der Arbeitsplatz für angestellte Verwandte vorhanden?
  • Haben Sie alle Unterlagen durchgesehen und geprüft, machen Sie eine Liste aller offenen Punkte, die Sie noch klären müssen.

 

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