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Keine Betriebsprüfung ist wie die andere. Vor allem, wenn Sie bislang noch keine mitgemacht haben, sind anfangs viele Fragen offen. In diesem...

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So bereiten Sie sich auf die Umsatzsteuer-Nachschau vor

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Steuer Betriebspruefung

Von Midia Nuri,

Kürzlich ging es groß durch die Presse: Die Finanzämter haben zu wenig Personal. Betriebsprüfungen können nicht in dem geplanten Umfang durchgeführt werden. Dem Staat entgingen Milliarden-Einnahmen. Steuererklärungen könnten nicht mehr ordentlich geprüft werden ...

Kürzlich ging es groß durch die Presse: Die Finanzämter haben zu wenig Personal. Betriebsprüfungen können nicht in dem geplanten Umfang durchgeführt werden. Dem Staat entgingen Milliarden-Einnahmen. Steuererklärungen könnten nicht mehr ordentlich geprüft werden... Ich empfehle Ihnen dringend: Lassen Sie sich von solchen Berichten und voreiligen Einschätzungen nicht dazu verleiten, Ihre steuerliche Vorsicht zu verlieren. Denn: Die Zahl der Finanzbeamten und Prüfer mag zwar zurückgehen, die vorhandenen arbeiten jedoch effizienter: Sie arbeiten mit Auswertungssystemen, bei den Prüfungen mit spezieller Software – und vor allem: Die Prüfer haben mehr Freiheiten als in früheren Jahren.

Die Gefahr einer Umsatzsteuer-Nachschau

Das ist vor allem die gefährliche Umsatzsteuer-Nachschau (nach § 27b Umsatzsteuergesetz). Zu dieser Nachschau darf der Prüfer ohne Anmeldung bei Ihnen auf der Matte stehen, Ihre Betriebsräume besichtigen und Einsicht in Ihre Unterlagen verlangen, die Ihre Umsatzsteuer betreffen. Das heißt: Jeder Selbstständige kann zu jeder Zeit von einer solchen unangemeldeten Nachschau betroffen sein – und das unabhängig von der Größe seines Unternehmens. Zeigt Ihre Umsatzsteuer – zum Beispiel bei einer Stichprobe – Unregelmäßigkeiten, kann es Ihnen passieren, dass in den nächsten Tagen ein Prüfer klingelt.

Jederzeit mit einer Umsatzsteuer-Nachschau rechnen

Auch wenn Sie 100 % korrekt abrechnen und Ihre Umsatzsteuer pünktlich abführen, kann das passieren: Dann nämlich, wenn es Unregelmäßigkeiten bei einem Unternehmen gegeben hat, mit dem Sie zusammengearbeitet haben. Deshalb sollten Sie jederzeit darauf vorbereitet sein und immer mit der Möglichkeit einer Umsatzsteuer-Nachschau rechnen – damit Sie nicht in Panik geraten, wenn der Prüfer unangemeldet vor der Tür steht. Dazu haben ich Ihnen Antworten auf die 6 häufigsten Fragen zur Umsatzsteuer-Nachschau zusammengestellt.

Die wichtigsten Fragen zur Umsatzsteuer-Nachschau

1. Müssen wir den Prüfer überhaupt hereinlassen, wenn er unangemeldet kommt?

Fragen Sie den Prüfer zunächst nach seinem Dienstausweis. Falls er keinen vorlegen kann, schicken Sie ihn wieder weg. Wenn er Ihnen jedoch einen Dienstausweis zeigen kann, mit dem er sich als Beamter der Finanzbehörde ausweisen kann, müssen Sie ihn hereinlassen. Sie können sich nicht darüber beschweren, dass der Prüfer unangemeldet kommt. Denn das ist gerade der Sinn der Nachschau. Die Prüfung erfolgt unerwartet, damit keine Veränderungen mehr vorgenommen werden können. (Klassisches Beispiel: Das privat genutzte Bücherregal, für das betrieblich Vorsteuer gezogen wurde, wird noch schnell vom Wohnzimmer ins Büro geschafft.)

2. Welche Räume darf der Prüfer betreten?

Der Prüfer darf alle geschäftlichen Räume betreten. Haben Sie Ihr Büro oder andere betriebliche Räume innerhalb Ihrer Privatwohnung, darf der Prüfer nur den betrieblich genutzten Bereich betreten – also z. ?B. nur das Arbeitszimmer, das Sie steuerlich geltend machen. Zutritt zu den rein privaten Räumen dürfen Sie ihm verwehren.


3. Was passiert, wenn ich den Prüfer einfach nicht hereinlasse?

Sie können damit rechnen, dass das Finanzamt ohne zu zögern eine noch härtere Gangart einlegt. Zumindest werden Steuervorteile, die Sie geltend gemacht haben (etwa ein Vorsteuerabzug, dessen Berechtigung das Finanzamt durch die Nachschau überprüfen wollte), nicht anerkannt. Wahrscheinlicher ist aber, dass sofort eine umfangreiche Außenprüfung anberaumt wird. Schlimmstenfalls kann sogar der Zugang mit Unterstützung der Polizei angeordnet werden. Es ist also nicht empfehlenswert, den Prüfer abzuweisen.


4. Darf der Prüfer meine Räume durchsuchen?

Sie sind zwar dazu verpflichtet, dem Prüfer Ihre Geschäftsräume zu zeigen, aber er darf Ihre Räume nicht regelrecht durchsuchen. Beispiel: Er darf nicht Ihre Schubladen, Schränke oder Ordner durchsuchen. Er muss gezielt nach einzelnen Vorgängen und Unterlagen fragen, die Sie ihm dann zeigen. Beispiel: Er möchte wissen, warum Sie im ersten Quartal 2009 einen so hohen Vorsteuerbetrag geltend gemacht haben. Dann sind Sie verpflichtet, die entsprechenden Unterlagen herauszusuchen und ihm vorzulegen.

5. Darf der Prüfer an meinen PC?

Nein, wenn der Prüfer an Ihren PC will, brauchen Sie ihm dies nicht zu gestatten. Das ist nur bei einer regulären Außenprüfung der Fall, die immer angemeldet sein muss.


6. Was passiert, wenn ich selbst nicht da bin?

Wenn Sie selbst unterwegs sind, wenn der unangemeldete Prüfer vor der Tür steht, sollte er zunächst versuchen, Sie per Handy zu erreichen, damit Sie schnell kommen können. Ist dies nicht möglich, wird der Prüfer gegebenenfalls versuchen, Ihre Mitarbeiter oder Angehörigen zu befragen. Wichtig: Ihre Angehörigen haben ein Auskunftsverweigerungsrecht – auch wenn sie als Mitarbeiter bei Ihnen beschäftigt sind. Besprechen Sie also mit Ihren Angehörigen, dass sie einem Prüfer keinerlei Fragen beantworten. Andere Angestellte sind verpflichtet zu antworten, wenn Sie als Unternehmer nicht kooperieren oder ausweichende Antworten geben („Ich kann mich nicht erinnern ...“).

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