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Keine Betriebsprüfung ist wie die andere. Vor allem, wenn Sie bislang noch keine mitgemacht haben, sind anfangs viele Fragen offen. In diesem...

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Unterschiede zwischen der Lohnsteuer-Außenprüfung und der Betriebsprüfung

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Steuern
Urheber: Marco2811 | Fotolia

Von Markus Kahr,

Fast jeder Steuerverantwortliche denkt beim Wort „Prüfung“ automatisch an die Betriebsprüfung der Finanzverwaltung. Neben der umfassenden Betriebsprüfung finden jedoch zahlenmäßig weitaus mehr Lohnsteuer-Außenprüfungen oder Umsatzsteuer-Sonderprüfungen statt. Wir erläutern Ihnen die Besonderheiten der Lohnsteuer-Außenprüfung. Doch wo liegen die Unterschiede?

Die Finanzverwaltung setzt auf 3 Prüfungsdienste

Die Betriebsprüfung (BP) prüft nicht nur Ihre Körperschaft- oder Einkommensteuer. Sie ist weiterhin im Wesentlichen auch für Ihre Umsatz- und Lohnsteuer zuständig. Darüber hinaus werden Ihre Angaben zur Gewerbesteuer ebenso geprüft wie z. B. der Einheitswert Ihres Betriebsvermögens. Wegen der Komplexität der Steuerfälle können je Prüfer in aller Regel lediglich rund 20 bis 25 Fälle im Jahr erledigt werden. Im Rahmen der Groß- und Konzernbetriebsprüfung kann sich die Prüfung großer Unter- nehmen auch über mehrere Monate bzw. Jahre hinziehen.

Die Fall-Struktur der Lohnsteuer-Außenprüfung ist vollkommen anders. Da dieser Prüfungsdienst sich allein auf lohnsteuerlich relevante Sachverhalte beschränkt, wird eine weitaus höhere Fallzahl erledigt. Die Rechtsgrundlage für die Lohnsteuer-Außenprüfung ergibt sich aus § 193 Abs. 2 Nr. 2 AO.

Lohnsteuer-Außenprüfer holen 890 Mio. €

Die Lohnsteuer-Außenprüfungen im Kalenderjahr 2015 führten zu einem Mehrergebnis von 890 Mio. €. Von den insgesamt 2.501.713 Arbeitgebern wurden 106.721 Arbeitgeber abschließend in 2015 geprüft. Es handelt sich hierbei sowohl um private Arbeitgeber als auch um öffentliche Verwaltungen und Betriebe. Im Kalenderjahr 2015 wurden durchschnittlich 2.052 Prüfer eingesetzt. Dies sind die aktuellsten Zahlen, die das Bundesministerium für Finanzen am 11.7.2016 veröffentlicht hat.

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Kombiprüfungen sind möglich

Im Rahmen einer normalen Betriebsprüfung kann der Betriebsprüfer einen Lohnsteuer-Außenprüfer zur Unterstützung hinzuziehen. Dies wird er immer dann machen, wenn der Betriebsprüfer eine Vielzahl von fragwürdigen Lohnsteuer-Sachverhalten feststellt und die Hilfe eines Experten benötigt.

Beispiel: Im Rahmen der Betriebsprüfung wird ein Taxibetrieb geprüft. Aufbewahrungspflichtige Lohnunterlagen (z. B. Schichtzettel, exakte Stundenaufzeichnungen) werden nicht oder nur unvollständig vorgelegt. Eine Prüfung, welcher Fahrer, welches Fahrzeug in welcher Zeit gefahren ist, ist somit nicht mehr möglich. In einem solchen Fall wird sicherlich der Lohnsteuer-Experte eingeschaltet.

Diese Sachverhalte werden vorrangig geprüft

Im Rahmen der Lohnsteuer-Außenprüfung hat der Prüfer das Recht, Ihre Geschäftsunterlagen der Finanzbuchhaltung einzusehen. Darüber hinaus hat er auch das Recht, Ihre elektronischen Buchhaltungsdaten anzufordern und in sein System einzuspielen.

Mit dieser Checkliste bereiten Sie sich auf Ihre Lohnsteuer-Außenprüfung vor

Prüfpunkte:

  • Haben Sie die individuelle Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchenlohnsteuer richtig ermittelt und einbehalten?
  • Haben Sie alle steuerpflichtigen Lohnbestandteile in die Lohngrenzen einer geringfügigen oder kurzfristigen Beschäftigung einbezogen?
  • Haben Sie die Pauschallohnsteuern zutreffend ermittelt und an das Finanzamt oder die Pauschsteuer von 2 % an die Minijob-Zentrale abgeführt?
  • Durften Sie bestimmte Leistungen steuerfrei auszahlen (z. B. Reisekosten, unentgeltliche Überlassung eines Smartphones oder von Warengutscheinen)?
  • Haben Sie Sachbezüge zutreffend bewertet, die Umsatzsteuer darauf ermittelt und abgeführt?
  • Sind all Ihre Arbeitnehmer erfasst oder haben Sie einige fälschlicherweise als freie Mitarbeiter behandelt?
  • Sind Sie Ihren Verpflichtungen nach dem Vermögensbildungsgesetz nachgekommen?
  • Haben Sie alle Vorgänge dokumentiert und zum Lohnkonto des jeweiligen Mitarbeiters genommen?
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