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Keine Betriebsprüfung ist wie die andere. Vor allem, wenn Sie bislang noch keine mitgemacht haben, sind anfangs viele Fragen offen. In diesem...

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Verzögerungsgeld: 2.500 Euro Strafe drohen

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Betriebsprüfung Verzögerungsgeld

Von Midia Nuri,

Verzögerungsgeld kann Ihnen ein Betriebsprüfer aufbrummen, wenn er meint, dass Sie die Prüfung verzögern. Der Höchstbetrag liegt bei 250.000 € (§ 146 Abs. 2b Abgabenordnung), mindestens sind 2.500 € fällig.

vor einiger Zeit berichtete ich Ihnen an dieser Stelle bereits von einer neuen Schikane, mit der Sie rechnen müssen, wenn das Finanzamt Ihr Unternehmen bei einer Betriebsprüfung unter die Lupe nimmt: das Verzögerungsgeld. Jetzt gibt es eine interessante Neuigkeit dazu.

Darum geht es beim Verzögerungsgeld

Den Mindestbetrag kann der Prüfer als Verzögerungsgeld z. B. in diesen Fällen festsetzen:

  • Sie stellen dem Prüfer Unterlagen, die er einsehen will, nicht oder nicht fristgerecht zur Verfügung.
  • Sie verwehren den Zugriff auf Ihren PC mit den Buchhaltungsdaten.
  • Sie geben keine bzw. unvollständige Auskünfte oder versuchen (aus Sicht des Prüfers), die Prüfung zu verschleppen.

 

Verzögerungsgeld: Einmal ausgesprochen, ist es bindend

Ist das Verzögerungsgeld einmal verhängt, kann es nicht zurückgenommen werden. Hat der Prüfer Ihnen z. B. wegen nicht fristgerecht eingereichter Unterlagen 2.500 € aufgebrummt, müssen Sie dieses Verzögerungsgeld auch dann zahlen, wenn Sie die Unterlagen schnell nachliefern. Halten Sie sich deshalb möglichst genau an Fristen, und vermeiden Sie jeden Eindruck, dass Sie unkooperativ sein könnten.

Die sicherste Vorbeugung gegen das empfindlich teure Verzögerungsgeld ist ­eine gute Vorbereitung auf eine Prüfung – sodass Sie möglichst alle Unterlagen bereits griffbereit haben und auch heikle Fragen sicher beantworten können.

Jetzt gibt es ein interessantes Urteil des Bundesfinanzhofs zum Verzögerungsgeld:

Verzögerungsgeld kann nur einmal verhängt werden

Das Verzögerungsgeld darf nicht 2-mal festgesetzt werden (BFH, Urteil vom 16.6.2011, Az. IV B 120/10).

In dem verhandelten Fall hatte ein Selbstständiger bei einer Betriebsprüfung die vom Finanzamt angeforderten Unterlagen nicht abgeliefert. Daraufhin musste er Verzögerungsgeld zahlen. Als er danach immer noch nicht alle Unterlagen bereitstellte, wollte das Finanzamt ein zweites Verzögerungsgeld verhängen. Doch das geht nicht, urteilten die BFH-Richter. Wegen eines Vergehens darf man nur 1-mal belangt werden!

Dieses Urteil ist zwar positiv, wenn Sie einmal in die gleiche Situation geraten sollten und ein Prüfer versucht, Ihnen ein zweites Verzögerungsgeld aufzubrummen. Dann können Sie sich mit Hinweis auf das Urteil erfolgreich wehren. Auf der anderen Seite steht zu befürchten, dass harte Prüfer nach diesem Urteil das Verzögerungsgeld sofort eher hoch ansetzen.

Seien Sie deshalb besonders vorsichtig und beherzigen Sie den Tipp, sich möglichst kooperativ zu zeigen.

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