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Keine Betriebsprüfung ist wie die andere. Vor allem, wenn Sie bislang noch keine mitgemacht haben, sind anfangs viele Fragen offen. In diesem...

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Vorsicht: Mit dieser Checkliste will der Betriebsprüfer Geld bei Ihnen holen

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Von Günter Stein,

Benötigt Ihr Unternehmen kostengünstige Aushilfen – zum Beispiel jetzt für das Weihnachtsgeschäft – sind kurzfristig beschäftigte Minijobber ideal, denn für diese Mitarbeiter führen Sie keinen Cent an Sozialversicherungsbeiträgen ab. Allerdings müssen Sie als Entgeltabrechner akribisch darauf achten, dass die Voraussetzungen für die Versicherungsfreiheit alle erfüllt sind. Sonst drohen spätestens nach der nächsten Betriebsprüfung hohe Nachzahlungen.

 

Eine kurzfristige Beschäftigung darf innerhalb eines Kalenderjahres, also jeweils vom 1.1. bis 31.12., nicht länger als 50 Arbeitstage oder 2 Monate dauern. War der Mitarbeiter im laufenden Jahr bereits 50 Arbeitstage oder 2 Monate in Ihrem oder in einem anderen Unternehmen als Aushilfe beschäftigt, ist eine sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung nicht mehr möglich.
Achtung:
Arbeitet die Aushilfe über die Zeitgrenze hinaus (nur um einen Tag länger), tritt die Sozialversicherungspflicht mit dem Tag des Überschreitens ein! Ist die Beschäftigungsdauer von vorneherein auf mehr als 2 Monate/50 Arbeitstage angelegt, besteht Versicherungspflicht vom ersten Tag an.

Prüfer schauen auf „Regelmäßigkeit“

Eine kurzfristige Beschäftigung ist nur dann sozialabgabenfrei, wenn sie der Mitarbeiter gelegentlich, das heißt nicht regelmäßig, ausübt. Regelmäßig ist die Tätigkeit, wenn

  • sie für länger als ein Jahr immer wieder ausgeübt werden soll und sich ständig wiederholt (das gilt auch, wenn es bei 50 Arbeitstagen innerhalb eines Jahres bleibt),

Beispiel: Ihr Unternehmen beschäftigt einen Mitarbeiter für das Austragen von Prospekten. Der Arbeitsvertrag ist auf 1 ½ Jahre befristet.

  • eine Aushilfe im Anschluss an einen 450-€-Job für dieselbe Tätigkeit in Ihrem Unternehmen eingestellt wird.

Es darf keine Berufsmäßigkeit vorliegen

Bei einigen Personengruppen unterstellen Sozialversicherungsträger und Betriebsprüfer von vornherein „Berufsmäßigkeit“ im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung, wenn diese ein Entgelt verdienen, das über der Grenze für geringfügig entlohnte Minijobber liegt. Diese Grenze liegt seit 1.1.2013 bei 450 €.

 

Wann aber unterstellt ein Betriebsprüfer Berufsmäßigkeit und schlägt zu? Das können Sie mit Hilfe der Checkliste prüfen, die auch zur Orientierung für Betriebsprüfer dient:

Wann Berufsmäßigkeit vorliegt – und wann nicht

PersonengruppeGrundsätzlich berufsmäßig bei mehr als 450 Euro monatlichGrundsätzlich nicht berufsmäßig, unabhängig vom monatlichen Entgelt
AltersrentnerX
Arbeitnehmer während des bezahlten Erholungsurlaubs durch einen anderen Arbeitgeber (aber Vorsicht: arbeitsrechtliches Verbot, im Urlaub zu arbeiten!)X
Arbeitnehmer während eines unbezahlten UrlaubsX
Arbeitssuchende, Bezieher von ArbeitslosengeldX
Beschäftigte, die bei einem anderen Arbeitgeber eine Hauptbeschäftigung ausübenX
Bezieher von VorruhestandsgeldX
HausfrauenX
Personen in ElternzeitX
Personen, die ein Studium abgeschlossen haben und sich vor Aufnahme einer Beschäftigung befindenX
Personen, die sich zwischen einer abgeschlossenen Berufsausbildung und einem Studium befindenX
Schulabsolventen vor Beginn einer TätigkeitX
Schulabsolventen vor dem StudiumX
Schulabsolventen vor einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr oder vor dem Beginn einer Berufsausbildung oder vor dem BundesfreiwilligendienstX
SchülerX
StudentenX

 

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