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Keine Betriebsprüfung ist wie die andere. Vor allem, wenn Sie bislang noch keine mitgemacht haben, sind anfangs viele Fragen offen. In diesem...

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Was Sie über Betriebsprüfer wissen sollten

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Von Gerhard Schneider,

Viele Selbstständige, die eine Betriebsprüfung hinter sich haben, erleben die Prüfer als sehr hartnäckig und kleinlich, die verbissen nach Fehlern suchen und dem Selbstständigen eine möglichst hohe Nachzahlung aufbrummen wollen. Da stellen sich viele die Frage: „Ist der Prüfer an der Nachzahlung beteiligt?“

Klare Antwort:
Betriebsprüfer erhalten keine Erfolgsprämien oder gar prozentuale Beteiligungen an den steuerlichen Mehreinnahmen, die aus ihren Prüfungen entstehen.
Ein Grund für die Hartnäckigkeit der Prüfer liegt wahrscheinlich aber darin, dass sie auf andere Weise von den Nahzahlungen profitieren: Erzielt der Prüfer regelmäßig in seinen Prüfungen hohe Mehrergebnisse, bekommt er als Beamter innerhalb seiner Behörde gute Beurteilungen, und damit steigen seine Chancen auf eine Beförderung. Hinzu kommt: Die Betriebsprüfer sollen nach internen Vorgaben jährlich 20 Prüfungsfälle erledigen. Eine Betriebsprüfung gilt jedoch nur als erledigter Fall, wenn sie mindestens 4.000 € Mehrergebnis – also Nachzahlung für das Unternehmen – eingebracht hat.

Das heißt für Sie:

Sorgen Sie während der Prüfung möglichst für eine angenehme, gute Atmosphäre, damit der Prüfer möglichst schnell seinen Job machen kann. So steigt die Chance, dass er sich nicht in Ihren Fall verbeißt. Ist bei Ihnen alles ordentlich vorbereitet, wird der Prüfer profesionell begrüßt und behandelt, ist es wahrscheinlich, dass er schnell sieht: „Hier ist nicht viel zu holen", und schneller zum nächsten Prüfungskandidaten geht.

Dass sich Freundlichkeit auszahlt, ist sogar durch eine Studie belegt:
Herrscht bei einer Betriebsprüfung ein freundliches oder sachlich/neutrales Klima, fällt die Steuernachforderung deutlich geringer aus als bei einer Prüfung, die angespannt in einem feindlichen Klima verläuft. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH unter 733 Unternehmen.
Wichtig: Übertreiben Sie es jedoch nicht mit der Freundlichkeit und der Gastfreundschaft gegenüber dem Prüfer. Ihm eine Tasse Kaffee anzubieten ist in Ordnung, von einem Snack oder gar einer Einladung zum gemeinsamen Mittagessen sollten Sie auf jeden Fall absehen – das könnte der Prüfer schnell als Bestechungsversuch interpretieren …

Nicht verschleppen!

Manch ein Selbstständiger versucht auch, immer wieder Sand ins Getriebe der Prüfung zu streuen, indem er Unterlagen und Informationen zurückhält oder Fragen nicht ausreichend beantwortet – in der Hoffnung, dass der Prüfer irgendwann entnervt aufgibt. Vorsicht mit dieser Verschleppungsstrategie! Sie kann schnell teuer werden …
2.500 € ist der Mindestbetrag des Verzögerungsgeldes, das Ihnen ein Betriebsprüfer aufbrummen kann, wenn er meint, dass Sie die Prüfung verzögern. Der Höchstbetrag liegt bei 250.000 € (§ 146 Abs. 2b Abgabenordnung). Den Mindestbetrag kann der Prüfer als Verzögerungsgeld z. B. in diesen Fällen festsetzen:

  • Sie stellen dem Prüfer Unterlagen, die er einsehen will, nicht oder nicht fristgerecht zur Verfügung.
  • Sie verwehren den Zugriff auf Ihren PC mit den Buchhaltungsdaten.
  • Sie geben keine bzw. unvollständige Auskünfte oder versuchen (aus Sicht des Prüfers), die Prüfung zu verschleppen.

 

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