Gratis-Download

Dieser Gratis-Download erläutert die Rechnungspflichtangaben, damit Sie bei der Eingangskontrolle nichts übersehen. Aber auch bei der Erstellung...

Jetzt downloaden

Datenumfang in E-Bilanzen: Mit dieser Strategie wahren Sie Ihre Interessen optimal

2 1 Beurteilungen
e-Bilanz
Urheber: momius | Fotolia

Von Heinz-Wilhelm Vogel,

Die E-Bilanzen liefern dem Finanzamt unzählige Daten über die Unternehmen, die es zeit- und arbeitsparend elektronisch (weiter-)bearbeiten kann. Zufrieden ist die Finanzverwaltung damit allerdings nicht. Ihr fehlen oftmals entscheidende Informationen, wie sich in Gesprächen mit Vertretern der Finanzverwaltung immer wieder zeigt.

Der Grund ist, dass das Finanzamt im Zusammenhang mit der E-Bilanz spürbar seltener Kontennachweise oder Anlagespiegel erhält, als dies noch zu Zeiten der papierenen Bilanz der Fall war. Die Folge ist, dass sich Rückfragen der Sachbearbeiter häufen. Die wiederum verursachen bei Steuerberatern und in den Unternehmen zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwand.

Die Sachbearbeiter im Finanzamt hören es nicht gern, Tatsache ist aber: Eine gesetzliche Pflicht, Kontennachweise und Anlagespiegel beim Finanzamt einzureichen, gibt es nicht. Wenn Sie sich dazu entschließen, diese zu übermitteln, dann geschieht das völlig freiwillig. Natürlich kann es gute Gründe geben, das Finanzamt mit diesen Informationen zu versorgen, aber niemand sollte so tun, als seien Sie dazu verpflichtet.

So finden Sie die richtige Strategie

Die E-Bilanz soll vordergründig den Datenaustausch mit dem Finanzamt erleichtern. Tatsächlich kann das Finanzamt dank der E-Bilanz aus einem riesigen Datenpool schöpfen, wie es ihn in der Vergangenheit noch nie gegeben hat.

Das bedeutet vor allem: Die E-Bilanz soll es dem Finanzamt ermöglichen, Ihr Unternehmen einer sogenannten Risikoklasse zuzuordnen. Je höher Ihr Unternehmen eingestuft wird, desto höher ist das Risiko einer Betriebsprüfung.

Umgekehrt bedeutet das aber auch: Je mehr Transparenz Sie mit Ihrer E-Bilanz schaffen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Unternehmen ungebetenen Besuch vom Betriebsprüfer erhält. Generell haben Sie die Wahl zwischen diesen beiden Strategien:

Strategie 1: Die Minimalstrategie

Sie übermitteln nur solche Taxonomiepositionen ans Finanzamt, für die tatsächlich eine gesetzliche Pflicht besteht. D. h., Sie füllen lediglich sogenannte Muss-Felder aus und schöpfen Auffangpositionen vollständig aus. Und: Kann-Felder füllen Sie nicht aus, Auszüge aus der Summen- und Saldenliste reichen Sie nicht ein, frei- willige Berichtsbestandteile (z. B. Anhang) übermitteln Sie ebenfalls nicht.

Strategie 2: Die Maximalstrategie

Diese Strategie ist sozusagen der Gegenentwurf zur Minimalstrategie. Sie übermitteln so viele Muss- und Kann-Felder wie möglich und sorgen so für einen höchstmöglichen Detaillierungsgrad. Und: Sie reichen Auszüge aus der Summen- und Saldenliste ebenso ein, wie Sie selbstverständlich auch freiwillige Berichtsbestandteile ans Finanzamt übermitteln. Auffangpositionen schöpfen Sie nicht aus.

Anzeige

Empfehlung: 

  • Generell der Minimalstrategie zu folgen ist sicherlich nicht empfehlenswert. Sie provozieren Nachfragen des Finanzamts, wenn nicht sogar eine unnötige Betriebsprüfung. Das bedeutet nicht, deshalb ins andere Extrem zu fallen und die Maximalstrategie zu praktizieren. 
  • Bedenken Sie, dass Sie sich bei der E-Bilanz nach wie vor in der Einführungsphase befinden. Bieten Sie immer dann mehr Information als gesetzlich vorgegeben, wenn die in Ihrem Unternehmen bereits vorhandenen Daten dies ermöglichen. 
  • Ein erfahrungsgemäß sehr sensibler Bereich, der immer wieder zu Nachfragen und Betriebsprüfungen führt, sind z. B. die Bezüge von Gesellschafter-Geschäftsführern. Hier kann es sehr sinnvoll sein, mehr Informationen zu übermitteln als unbedingt erforderlich. 

 

 

Steuern und Bilanzierung aktuell

Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
45 Beurteilungen
30 Beurteilungen
3 Beurteilungen
Jobs