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Fremdwährungsdarlehen: Wie berücksichtigen Sie Kursverluste in der Bilanz?

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Bilanz
Urheber: blende11.photo | Fotolia

Von Heinz-Wilhelm Vogel,

Ein lang­fristiges Fremdwährungsdarlehen ist generell mit den Anschaffungskosten und nicht mit dem höheren Teilwert zu bilanzieren. Das hat das Finanzgericht Schleswig­-Holstein entschieden (Urteil vom 9.3.2016, Az. 2 K84/15, veröffentlicht am 1.7.2016).

Vereinbarung eines Darlehensrahmens

Im verhandelten Fall ging es um die steuerliche Anerkennung von Kursver­lusten für ein Fremdwährungsdarle­hen. Dem lag ein Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von 19 Jahren und mit einem Darlehensrahmen von 300.000 € zugrunde.

Das Unternehmen war berechtigt, den Darlehensrahmen durch einzelne Darlehen (Tranchen) in Euro, Schwei­zer Franken oder japanischen Yen in Anspruch zu nehmen. Die Laufzeit der einzelnen Tranchen entsprach der Laufzeit des Darlehensrahmens. Das Unternehmen konnte nach Ablauf der von ihm gewählten Zinsperiode (3 bis 12 Monate) frei entscheiden, die be­ treffende Tranche in eine andere der zur Verfügung stehenden Währungen zu wandeln oder vorzeitig zurückzu­zahlen.

Streit um den Bilanzansatz

Das Unternehmen ordnete das Fremd­ währungsdarlehen als kurzfristiges Darlehen ein und passivierte es in den Bilanzen jeweils mit dem zum Bilanz­stichtag festgestellten Umrechnungskurs. Eingetretene Kursverluste erfass­te es als sonstigen Aufwand.

Die Finanzrichter lehnten es ab, die Kursverluste aus dem Fremdwährungs­darlehen als Betriebsausgaben anzuer­kennen. Begründung: Die Vorausset­zungen für den Ansatz eines höheren Teilwerts des Fremdwährungsdarlehens lagen zu keinem Bilanzstichtag vor.

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Es handelt es sich um ein langfristiges Darlehen, das an den strittigen Bilanz­stichtagen jeweils noch eine Restlaufzeit von mehr als 10 Jahren hatte. Deshalb werteten die Finanzrichter die Schwan­kungen des Wechselkurses als üblich.

Dass das Darlehen langfristig lief, er­ gab sich für die Finanzrichter bereits aus Folgendem: Das Darlehen war auf 19 Jahre befristet und diente übrigens der Finanzierung eines Betriebsgebäu­ des. Die einzelnen Tranchen waren ebenfalls entsprechend befristet. Zwar betrug die Zinsbindung höchstens 12 Monate. Das ließen die Finanzrichter unberücksichtigt, weil das Darlehen nicht vorzeitig zurückgezahlt wurde.

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