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Rückstellung nach dem BilMoG: Was tun mit einer unterjährigen Verpflichtung?

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Von Midia Nuri,

Im Steuerrecht und bei der Berechnung von Zinssätzen geht ja immer alles glatt. Stets finden Sie Angaben für das gesamte Jahr. Aber was, wenn Ihr Unternehmen zum Jahresende eine Rückstellung buchen will, deren Restlaufzeit 3,5 Jahre beträgt?

 

Das Problem: Die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze beziehen sich immer auf ganzjährige Restlaufzeiten. Sie haben also nur Zinssätze für eine 3-jährige oder eine 4-jährige Restlaufzeit zur Verfügung.

So finden Sie den richtigen Zinssatz

Einen wirklich adäquaten Zinssatz werden Sie nicht finden. Aber Sie haben 3 Möglichkeiten als Lösungsansatz:

  1. Zinssatz für die geringere Restlaufzeit
  2. Zinssatz für die längere Restlaufzeit
  3. Interpolation zwischen diesen beiden Zinssätzen

 

 

Beispiel:
Ein Unternehmen bucht zum 31.12.2011 eine Rückstellung, deren Restlaufzeit 3,5 Jahre beträgt. Der Erfüllungsbetrag beträgt 250.000 €. Zum 31.12.2011 stehen die folgenden Zinssätze zur Verfügung:

  • 3-jährige Restlaufzeit: 4,07 %
  • 4-jährige Restlaufzeit: 4,22 %

Die lineare Interpolation würde zu folgendem Zinssatz führen:

(4,07 % + 4,22 %) / 2 = 4,145 %.

Folgende Bilanzwerte würden sich demnach ergeben:

  • Zinssatz 4,07 % 217.421 €
  • Zinssatz 4,145 % 216.873 €
  • Zinssatz 4,22 % 216.327 €

Tipp: Im BMF-Schreiben vom 26.5.2005 hat die Finanzverwaltung die Abzinsungsvorschrift des § 6 Abs. 1 Nr. 3a EStG dahingehend konkretisiert, dass Sie eine tagesgenaue Berechnung der verbleibenden Laufzeit vornehmen müssen. Das heißt, dass Sie bei einem festen Zinssatz von 5,5 % den Barwert tagesgenau mit einer Restlaufzeit von 3,5 Jahren berechnen müssen.

Achtung: Bei der Entscheidung für eine dieser 3 Methoden ist das Stetigkeitsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB wesentlich.

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