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Diese Abgabe steigt 2014

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Von Gerhard Schneider,

Designer, Fotodesigner, Grafiker, Journalisten, Pressefotografen, Schriftsteller, Texter, Webdesigner oder Werbefotografen gelten als „Künstler und Publizisten“. Und für diese muss der Auftraggeber für jeden Auftrag eine Abgabe an die Künstlersozialversicherung (KSV) zahlen. Damit bezahlen Sie als Auftraggeber eine Art Arbeitgeberanteil zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung dieser Selbstständigen.

Zahlen müssen also nicht nur die „klassischen“ Unternehmen aus dem Kulturbereich wie Medienunternehmen, Theater- und Konzertveranstalter, Galerien sowie Werbeunternehmen, sondern zur Zahlung der Abgabe sind auch Unternehmen verpflichtet, „die für Zwecke ihres eigenen Unternehmens Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben und dabei nicht nur gelegentlich Aufträge an selbständige Künstler oder Publizisten erteilen“.

Diese Werte gelten 1.1.2014

Die Abgabe steigt 2014 um mehr als 1 % und wird damit zu einem spürbaren Posten:

  • 2013: pauschal 4,1 % auf das Honorar
  • 2014: pauschal 5,2 % auf das Honorar

Die Honorare, die Sie im abgelaufenen Jahr solchen Freien gezahlt haben, melden Sie jeweils bis 31.3. des Folgejahres an die Künstlersozialkasse (KSK). Das entsprechende Formular dazu finden Sie auf der Internetseite: www.kuenstlersozialkasse.de. Aus den daraus gemachten Angaben errechnet die KSK Ihre Zahlungen und ggf. Vorauszahlungen für das folgende Jahr.
Beispiel: Sie haben 2013 von einem Webdesigner Ihren Internetauftritt neu gestalten lassen und dafür 2.000 € bezahlt. Dann führen Sie nach der Meldung im März 2014 Abgaben in Höhe von 82 € für diesen Auftrag ab. Vergeben Sie den Auftrag 2014, zahlen Sie nach der Erhöhung ab 1.1.2014 schon 104 €.
Wer diese Meldepflichten „vergisst“, wird von der KSK nach branchenspezifischen Durchschnittswerten eingeschätzt. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Auftraggeber auffliegen, die nicht zahlen, ist sehr hoch, da für die Überprüfung die Deutsche Rentenversicherung zuständig ist, die nicht gerade für ihre Nachlässigkeit bekannt ist. Trotzdem: Es gibt 2 Möglichkeiten, an den lästigen Zahlungen vorbeizukommen.

 

Tipp 1: Regelmäßigkeit vermeiden

Entscheidend ist, wie oft Sie die genannten „Künstler“ beschäftigen. Die Regelung lautet: Wer Künstler „nur gelegentlich“ beschäftigt, braucht keine Abgabe zu zahlen. Es liegt auf der Hand, dass die Meinungen darüber, was „gelegentlich“ ist, stark auseinandergehen, dass die KSV hierunter etwas anderes versteht als diejenigen, die zahlen müssen.
In einem für Sie wichtigen Urteil hatte ein Auftraggeber in 4 Jahren insgesamt 7 Aufträge an freie Künstler vergeben. Mal ging es um die Neugestaltung des Logos, mal um die musikalische Umrahmung eines Festes, mal um die Gestaltung eines Schildes usw. Die KSK meinte, dass 7 Aufträge in 4 Jahren nicht mehr als „gelegentlich“ gelten können. Die Richter sahen das aber anders (Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 2.2.2012, Az. L 8 R 212/10 B ER).
Wenn Sie nur gelegentlich Aufträge an Künstler vergeben, die sich zudem auf punktuelle Anlässe beziehen, vergeben Sie Ihre Aufträge nur unregelmäßig und brauchen daher keine Künstlersozialabgabe zu zahlen.

Tipp 2: Keine „Künstler“ beauftragen

Entscheidend ist auch das Kriterium „selbstständiger“ Künstler. Sie könnten also den Selbstständigen vorübergehend als Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigen, beispielsweise als Minijobber. Oder Sie arbeiten nicht mehr mit freien Künstlern zusammen, sondern mit einer GmbH. Wenn Sie beispielsweise eine kleine Werbeagentur beauftragen, die als GmbH geführt wird, brauchen Sie keine Künstlersozialabgabe für diese Aufträge abzuführen.

 

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