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Entgelt gemindert? Auch bei der E-Rechnung besser korrigieren

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Von Midia Nuri,

Sicherlich ist Ihnen das auch schon passiert: Da haben Sie eine Dienstleistung oder Ware bekommen, vielleicht auch schon bezahlt – und dann tritt ein Mangel auf, für den sich Ihr Lieferant bereit erklärt, einen finanziellen Nachlass zu gewähren. So weit so normal.

Die Konsequenz:
Erhalten Sie einen Teil des Kaufpreises zurück, führt dies zu einer Minderung des Entgelts. Damit sinkt natürlich auch die Bemessungsgrundlage für den Vorsteuerabzug aus der Rechnung für die Lieferung oder Leistung.

Achtung: Das gilt in jedem Fall – egal, ob Sie die Rechnung auf Papier oder als elektronische Rechnung bekommen haben.

Das legen die BFH-Richter als Voraussetzung fest

Voraussetzung ist allerdings, dass zwischen der ursprünglichen Lieferung bzw. Leistung und der Rückzahlung eines Teils des Entgelts ein unmittelbarer Zusammenhang besteht. Das folgt aus einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH, Urteil vom 17.12.2009, Az. V R 1/09).

Im Betriebsalltag hat das Urteil große Bedeutung. Denn mit dem Urteil der BFH-Richter macht es keinen Unterschied, ob Sie eine Forderung von vornherein mindern oder Ihr Geschäftspartner Ihnen später auf die vertraglich vereinbarte Vergütung ein Abschlag gewährt. So oder so reduziert es die fällige Vorsteuer.

 

Das sollten Sie tun

Zur Berichtigung der Vorsteuer kommt es immer (erst) in der Umsatzsteuer-Voranmeldung für den Monat, in dem Sie die Zahlung von Ihrem Geschäftspartner erhalten haben.

Einigen Sie sich also mit Ihrem Zulieferer auf eine Rückzahlung des gesamten oder eines Teils des Ihnen berechneten Entgelts, behalten Sie vorerst die Vorsteuer in alter Höhe bei. Erst wenn Sie die vereinbarte Zahlung auch tatsächlich bekommen haben, korrigieren Sie sie.

Tipp: Sie sollten selbst darauf achten, die gemeldete Vorsteuer bei der nächsten Umsatzsteueranmeldung zu korrigieren. Geben Sie einen Nachlass, muss umgekehrt Ihr Geschäftspartner dies tun.

Konkret:
Maßgeblich für die Entgeltminderung ist stets der Bruttorechnungsbetrag. Typisch dafür ist, dass die Höhe der Entgeltminderung zum Zeitpunkt der vertraglichen Vereinbarung oder Lieferung meist noch nicht feststeht.
Auch in diesen 2 Fällen gilt das:

1. Boni, Skonti, Rabatte

Sie haben eine Rechnung über 4.000 € plus 760 € Umsatzsteuer bekommen. Ihr Lieferant gewährt Ihnen 3 % Skonto, weil Sie innerhalb von 10 Tagen zahlen. Die Entgeltminderung beträgt also 120 € plus 22,80 € Umsatzsteuer.
So gehen Sie hier vor: Sie berichtigen dann die Umsatzsteuer Vorsteuer immer erst bei Inanspruchnahme des Skontos oder Gewährung des Bonus bzw. Rabatts.

2. Vertragsänderungen

Der Hersteller hat sich vertraglich verpflichtet, 4 Container mit jeweils 80 Fahrrädern an einen Großhändler zu liefern. Später wird der Vertrag auf Wunsch des Großhändlers auf 3 Container reduziert. Der Hersteller bestätigt die Vertragsänderung schriftlich.

So gehen Sie hier vor: In diesem Fall mindern Sie das Entgelt bereits im Zeitpunkt der Vertragsänderung. Mit Zugang Ihres Schreibens beim Großhändler ist die Entgeltminderung „perfekt“ und Sie müssen die Vorsteuer bzw. er die Umsatzsteuer korrigieren.

 

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