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Geschenke an Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner: Darauf müssen Sie achten

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Von Günter Stein,

Wenn Sie Kunden und Geschäftspartnern Geschenke kaufen, müssen Sie – was die steuerliche Seite anbelangt – ein paar Dinge beachten:

 

1. Geschenke an Geschäftspartner und Kunden

Grundsätzlich kommt es erst einmal darauf an, wer das Geschenk bezahlt. Nehmen Sie das Geld dafür aus der Unternehmenskasse, zählt das Geschenk als Betriebsausgabe des Unternehmens. Zahlen Sie es aus Ihrer eigenen Tasche, können Sie die Ausgabe in Ihrer Steuererklärung als Werbungskosten absetzen. In beiden Fällen gilt jedoch, dass der Schenkensanlass betrieblich veranlasst sein muss. Nur dann können Sie bzw. das Unternehmen die Kaufsumme steuerlich absetzen. Und ganz wichtig:
Das Geschenk darf einen Kaufpreis von 35 € nicht überschreiten, ansonsten wird es nicht als Betriebsausgabe anerkannt. Sobald der Preis einen Cent über der 35-€-Grenze liegt, fällt die Anerkennung weg. Ihr Unternehmen kann dann keine Vorsteuer mehr geltend machen und der Kauf muss als private Entnahme aus dem Betriebsvermögen gebucht werden.

2. Geschenke an Mitarbeiter

Alle Zuwendungen und Geschenke vonseiten des Arbeitgebers an Mitarbeiter gelten zunächst als lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn. Allerdings hat auch hier der Fiskus Freigrenzen eingeräumt:

  • Sachzuwendungen an Mitarbeiter mit einem Gegenwert bis zu 44 € im Monat sind steuerfrei. Beispiele: Verpflegung, Dienstleistungen, Waren. Geschenke zu Geburtstagen, Jubiläen oder anderen besonderen Anlässen sind bis zu 40 € pro Anlass steuerfrei.
  • Streuwerbeartikel, deren Anschaffungskostenwert unter 10 € liegt, sind ebenfalls steuerfrei.

 

 

Pauschale Versteuerung

Liegen die Geschenke an Geschäftspartner, Kunden oder Mitarbeiter über den Freigrenzen, muss der Beschenkte den Gegenwert des Präsents oder der Zuwendung versteuern. Aber auch hier hat das Finanzamt eine Erleichterung eingeräumt: Ihr Unternehmen kann 30 % des Geschenkwerts pauschal versteuern. D. h. es übernimmt für den Beschenkten pauschal die Lohn- oder Einkommensteuer plus Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Das sind insgesamt 33,75 %. Damit ist die Steuer für den geldwerten Vorteil des Beschenkten bezahlt.
Beachten Sie:
Überreichen Sie ein Geschenk, das von Ihrem Unternehmen pauschal versteuert wird, müssen Sie dies dem Empfänger zumindest formlos mitteilen. Die andere Variante der nicht pauschalen Versteuerung wird in der Praxis kaum vorkommen, weil Sie in diesem Fall den Empfänger Ihres Geschenks erstens darüber aufklären müssen, dass er den geldwerten Vorteil selbst versteuern muss, und ihm zweitens sagen müssen, wie viel Sie für das Geschenk bezahlt haben.

Achtung:
Wenn sich ein Unternehmen während eines Geschäftsjahres einmal für die pauschale Versteuerung entscheidet, ist es in diesem Jahr für alle Geschenke und Zuwendungen daran gebunden. Beachten Sie außerdem das folgende aktuelle Urteil: Zuwendungen an Empfänger, die nicht im Inland besteuert werden, können nicht von der pauschalen Versteuerung erfasst werden (Finanzgericht Düsseldorf, 6.10.11, 8 K 4098/10 L).

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