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Keine Angst vor der Gleitzone!

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Von Gerhard Schneider,

Viele Arbeitgeber schrecken vor der Beschäftigung von Midijobbern zurück, weil die Abrechnung auf den ersten Blick recht kompliziert ist.

 

Nach Ansicht von Marc Wehrstedt, Chefredakteur des Informationsdienstes „Arbeitgeberwissen Minijobs“, sind die Bedenken jedoch unnötig: der Mehraufwand wird meist durch die Lohnabrechnungsprogramme abgefangen, sodass viele besondere Berechnungsvorschriften in der täglichen Arbeit nebenbei erledigt werden.
Ihr Vorteil, wenn Sie in Ihrem Unternehmen auch Jobs in der Gleitzone bieten können:
Sie verschaffen sich eine bessere Ausgangsposition im Wettbewerb um die besten Kräfte. Denn ein Midijob ist genau das, was viele suchen. Schließlich bietet er volle soziale Absicherung – ohne Vollzeitbeschäftigung.

So funktioniert die Gleitzone

Die Gleitzonenregelungen gelten für Arbeitnehmer, deren regelmäßiger Lohn 400,01 bis 800 € liegt. Arbeitnehmer in der Gleitzone sind sozialversicherungspflichtig. Allerdings brauchen sie nur einen reduzierten Arbeitnehmerbeitrag zu zahlen (§ 20 Sozialgesetzbuch (SGB) IV). Ihr Arbeitgeberbeitrag wird hingegen wie bei jedem anderen sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter berechnet. Aber immerhin bleibt dem Mitarbeiter so mehr netto übrig.

Auch wenn die Beitragsberechnung in aller Regel durch Ihre Entgeltabrechnungssoftware erfolgt, sollten Sie die einzelnen Berechnungsschritte kennen, damit Sie bei Fragen Ihrer Arbeitnehmer zu den Ergebnissen gewohnt kompetent Auskunft geben können.
Deshalb hier das Wichtigste auf einen Blick:

 

Die Beiträge berechnen Sie aus der beitragspflichtigen Einnahme. Diese erhalten Sie mittels der besonderen Gleitzonenformel, wenn das Arbeitsentgelt im Abrechnungsmonat im Gleitzonenbereich von 400,01 bis 800 € liegt. Die vereinfachte Formel ändert sich jährlich und lautet für 2012:
1,2509 * Arbeitsentgelt – 200,72 € = beitragspflichtige Einnahme
Beispiel: Ein Gleitzonenarbeitnehmer mit einem Arbeitsentgelt von 500 € monatlich erzielt folgende reduzierte beitragspflichtige Einnahme:
1,2509 * 500 € – 200,72 € = 424,73 €
Die Beitragsberechnung innerhalb der Gleitzone erfolgt in mehreren Schritten:
Gesamtbeitrag berechnen: Reduzierte beitragspflichtige Einnahme * Beitragssatz
Arbeitgeberbeitrag berechnen: tatsächliches Arbeitsentgelt * halber Beitragssatz
Arbeitnehmerbeitrag = Gesamtbeitrag – Arbeitgeberbeitrag
In der Krankenversicherung berechnen Sie den Gesamtbeitrag anhand des vollen Beitragssatzes von derzeit 15,5 %. Den Arbeitgeberbeitrag ermitteln Sie dann mit 7,3 % des tatsächlichen Entgelts.
In der Renten- und Arbeitslosenversicherung tragen Sie und der Arbeitnehmer den jeweils halben Beitragssatz, sodass Sie hier keine abweichende Berechnung für die Beitragsanteile zu berücksichtigen brauchen.
Für kinderlose Arbeitnehmer, die den Beitragszuschlag von 0,25 % zur Pflegeversicherung zahlen müssen, berechnen Sie den Gesamtbeitrag inklusive des Beitragszuschlags – also mit 2,2 %.

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