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Leserfrage: „Hilfe, Kunde verschleppt das Projekt! Wie komme ich an mein Geld?“

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Von Gerhard Schneider,

Frage: Ich bin Web-Designer und habe für einen Kunden eine aufwändige Website zu einem speziellen Projekt konzipiert und gestaltet. Ich bin rechtzeitig damit fertig geworden und habe dem Kunden alles zugeschickt. Seitdem meldet sich der Kunde nicht mehr.

 

Ich habe mehrfach versucht, Kontakt aufzunehmen, aber entweder werde ich abgewimmelt oder ich bekomme vage Andeutungen, dass meine Leistung nicht in Ordnung sei. Offenbar hat der Kunde interne Probleme oder hat das Interesse an dem Projekt verloren. Ich möchte aber jetzt langsam Geld sehen. Kann ich jetzt eine Rechnung schreiben? Und muss der Kunde das vereinbarte Honorar zahlen?
Antwort: Das ist eine Situation, die so oder so ähnlich leider immer wieder vorkommt. Wenn nichts anderes vereinbart ist, haben Sie rechtlich gesehen dann Anspruch auf Ihr Honorar, wenn ...

  • der Kunde Ihr Werk (also die Website abgenommen hat),
  • Sie dem Kunden eine Rechnung geschrieben haben.

Punkt 2 ist leicht erfüllt. Problematischer ist Punkt 1: Die Abnahme muss nicht – wie etwa auf dem Bau – durch eine förmliche Abnahmeerklärung erfolgen. Wenn der Kunde Ihr Werk einsetzt – also in Ihrem Fall die Website online stellt – dann gilt das als Abnahme.

 

Daraus wird deutlich, dass Sie sozusagen in der Luft hängen, wenn der Kunde sich nicht rührt. Ihr Vorgehen in diesem Fall, wenn Sie sicher sein können, dass Ihr Werk keine objektiven Mängel aufweist:

  • Fordern Sie den Kunden auf (schriftlich per Einschreiben), jetzt seine Abnahme zu erklären. Setzen Sie eine kurze Frist; wenige Tage sind ausreichend.
  • Lässt der Kunde Ihre Frist verstreichen, ohne sich zu melden, sitzen Sie wieder am längeren Hebel. Dadurch, dass er Ihrer Aufforderung nicht nachgekommen ist, hat er Ihre Website quasi stillschweigend abgenommen. Sie können sofort Ihre Rechnung schreiben. Der Kunde muss spätestens 30 Tage nach Zugang zahlen.
  • Zahlt er dann immer noch nicht, mahnen Sie an und beantragen notfalls einen Mahnbescheid – so wie Sie es bei jedem säumigen Zahler tun würden. Durch die stillschweigende Abnahme haben Sie gute Karten.

Wenn der Kunde allerdings auf Ihre Aufforderung zur Abnahme reagiert, dann muss er Ross und Reiter nennen und klar sagen, wo die (objektiven!) Mängel an Ihrem Werk liegen. Neblige Ausflüchte („Ist vom Feeling her nicht das, was wir uns vorgestellt haben.“) brauchen Sie nicht zu akzeptieren. Der Kunde muss klar sagen, wo entweder technische/handwerkliche Fehler sind, oder die Punkte aufzählen, bei denen Sie von den Vorgaben abweichen. Ist die Kritik gerechtfertigt, können Sie kurzfristig nachbessern und den Kunden erneut zur Abnahme auffordern.

Am besten: Schriftliche Vereinbarung

Am besten ist es für Sie, wenn Sie solchen Situationen vorbeugen. Das geht am einfachsten, wenn Sie schon im Auftrag oder in der Auftragsbestätigung die wichtigsten Daten festhalten:

  • den Termin, an dem der Kunde Ihr Werk abnimmt,
  • den Termin, bis zu dem der Kunde das vereinbarte Honorar zahlt.

Hilfreich ist es auch, Gespräche möglichst genau zu dokumentieren. So können Sie im Streitfall vorgeschobene Kritik leichter enttarnen.

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