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Muss ich bei der Vorsteuer wirklich so vorsichtig sein?

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Vorsteuer
Urheber: Andrey Popov | Fotolia

Von Gerhard Schneider,

Frage: Ich lese immer wieder die Warnung, dass man bei Eingangsrechnungen, aus denen ich bei meinen Umsatzsteuervoranmeldungen die Vorsteuer geltend mache, vorsichtig sein müsse. Doch nun bin ich seit mehr als 2 Jahren selbstständig und noch nie hat das Finanzamt irgendetwas überprüft. Warum die Vorsicht?

Antwort: Bleiben Sie vorsichtig und schauen Sie bei jeder Rechnung genau hin – wiegen Sie sich nicht in Sicherheit, auch wenn das Finanzamt Sie bisher in Ruhe gelassen hat! Das Finanzamt kann jederzeit aktiv werden! Dazu müssen die Beamten nicht einmal eine Prüfung ansetzen. Der häufigste Fall: Sie haben in einem Monat oder einem Quartal eine größere Investition gemacht, z. B. einen Lieferwagen für Ihren Betrieb gekauft. Dadurch sind die Ausgaben in diesem Zeitraum höher als Ihre Einnahmen. Die Folge: Bei Ihrer Umsatzsteuervoranmeldung für diesen Zeitraum ergibt sich eine Erstattung zu Ihren Gunsten – weil Sie ja über die Rechnung für den Lieferwagen mehr Umsatzsteuer (an den Autohändler) gezahlt, als sie selbst eingenommen haben. Geben Sie eine solche Umsatzsteuervoranmeldung mit Erstattung zu Ihren Gunsten ab, passiert mit schöner Regelmäßigkeit Folgendes: Ihr Finanzamt lässt sich alle Eingangsrechnungen des betreffenden Umsatzsteuervoranmeldungszeitraums zuschicken, um sich die Sache genauer anzuschauen und um zu überprüfen, ob alles mit rechten Dingen zugeht und ob alle Rechnungen die Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug erfüllen. Stoßen die Beamten hier auf Fehler, wird der Vorsteuerabzug nicht anerkannt. Unter Umständen kann eine unangenehme Betriebsprüfung die Folge sein.

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Ein Fall aus der Praxis

In diesem Fall (BFH vom 6.12.2007, Az. V R 61/05) ging es um einen deutschen Kfz-Händler, der aus Italien importierte Fahrzeuge vertrieb. Die Rechnungen für die importierten Autos stellte eine ebenfalls in Deutschland ansässige Firma aus. Der Kfz-Händler machte aus diesen Rechnungen Vorsteuer geltend – und dabei kamen größere Summen zusammen: insgesamt mehr als 60.000 €.

Bei solchen Vorsteuerbeträgen werden die Finanzämter – wie oben beschrieben – grundsätzlich hellhörig. So auch in diesem Fall. Die Behörden überprüften die Sache und es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Rechnungsabsender, der angeblich in Deutschland ansässigen Lieferfirma, nur um eine Scheinadresse handelte – um die Adresse eines Büroservice, der nur die Post und die Anrufe an den in Wirklichkeit in Italien ansässigen Lieferanten weiterleitete.

Ergebnis: Die Rechnungen mit der falschen Adresse der Scheinfirma berechtigten den Kfz-Händler nicht zum Vorsteuerabzug.

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