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Rechnungsstellung bei EU-Dienstleistungen – So machen Sie alles richtig

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Von Gerhard Schneider,

Die Besonderheit bei Dienstleistungen für Kunden im EU-Ausland: Sie berechnen keine deutsche Umsatzsteuer, wenn die Leistung an der Betriebsstätte des Kunden – also im Ausland – ausgeführt wird.

 

Beispiel: Ein Deutscher Unternehmensberater berät einen Unternehmenskunden in Österreich. Diese Leistung gilt als in Österreich erbracht (auch wenn der Berater häufig in Deutschland zuhause dafür in seinem Büro gearbeitet hat), ist also von der deutschen Umsatzsteuer befreit.
Die Frage lautet nun:
Welche Besonderheiten müssen Sie – wenn Sie wie der Unternehmensberater in unserem Beispiel Leistungen für Kunden im EU-Ausland erbringen – bei der umsatzsteuerfreien Rechnung beachten?

Das müssen Sie bei der Rechnung beachten

Wie Sie wahrscheinlich wissen, müssen Sie bei Rechnungen zahlreiche Pflichtangaben machen, damit sie umsatzsteuerlich anerkannt werden. Bei den Rechnungen für Dienstleistungen an EU-Kunden kommt eine Besonderheit hinzu:

  • Sie geben auf der Rechnung Ihre eigene Umsatzsteueridentifikationsnummer an.
  • Zusätzlich geben Sie die Umsatzsteueridentifikationsnummer des Leistungsempfängers an.
  • Dazu nehmen Sie den folgenden Hinweis auf: „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“.

Das heißt in der Praxis: Sie brauchen auf jeden Fall die Umsatzsteueridentifikationsnummer Ihres Kunden, um eine ordnungsgemäße Rechnung ausstellen zu können. Beschaffen Sie sich die Nummer rechtzeitig.

 

Das müssen Sie bei der Umsatzsteuervoranmeldung beachten

Die steuerfreien EU-Umsätze müssen Sie bei Ihrer vierteljährlichen oder monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung getrennt ausweisen. Tragen Sie die Umsätze für steuerfreie EU-Dienstleistungen 41 bei der Kennziffer 21 ein.
Häufiger Fehler: Die Dienstleistungen werden versehentlich bei den steuerfreien „Lieferungen“ eingetragen. Das kann später zu Ärger führen, weil es sich ja tatsächlich nicht um eine Warenlieferung sondern um eine Dienstleistung handelt.

Und auch das dürfen Sie nicht vergessen: die Zusammenfassende Meldung

Immer dann, wenn Sie steuerfreie Lieferungen oder Leistungen erbracht haben, geben Sie für das betreffende Quartal eine sogenannte zusammenfassende Meldung ab. Diese Meldung erfolgt online wie auch die Umsatzsteuervoranmeldung.
Bei der zusammenfassenden Meldung geben Sie die steuerfreien Lieferungen und Leistungen an, jeweils zusammen mit der Umsatzsteueridentifikationsnummer des Leistungsempfängers.
Termin: Die zusammenfassende Meldung geben Sie quartalsweise zum 25. des Folgemonats ab. Dieser zusätzliche bürokratische Aufwand ist allerdings nur dann nötig, wenn Sie in dem Quartal tatsächlich steuerfreie Umsätze hatten. Sonst können Sie auf die Abgabe der zusammenfassenden Meldung verzichten.

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