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Sie dürfen Ihre elektronischen Buchführungsdaten im Ausland speichern

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elektronische Buchführung
Urheber: peshkova | Fotolia

Von Markus Kahr,

Aus Kostengründen kann es für größere Unternehmen Sinn machen, ihre elektronischen Buchführungsdaten im Ausland zu speichern. Das Bayerische Landesamt für Steuern hat sich zur Verlagerung der elektronischen Buchführung und von elektronischen Aufzeichnungen ins Ausland geäußert. Das entsprechende Schreiben haben wir für Sie aufbereitet (vgl. BayLfSt vom 20.1.2017, Az. S 0316.1.1-3/5 St42).

In den Finanzämtern häufen sich die Nachfragen

Es mehren sich in den Finanzämtern die Anträge auf Verlagerung der Buchführung ins Ausland. Sehr häufig wird die Frage gestellt, von welcher ausländischen Behörde oder Stelle gemäß § 146 Abs. 2a Satz 3 Nr. 1 AO die Zustimmung beigebracht werden muss. Hierzu hat das Bayerische Landesamt für Steuern Stellung genommen.

Wesentliche Inhalte des Schreibens:

  • Die Möglichkeit der Verlagerung wird nicht mehr nur auf Staaten der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums beschränkt, sondern ist auch in anderen Staaten möglich.
  • Lediglich die elektronische Buchführung und elektronische Aufzeichnungen bzw. Teile hiervon dürfen Sie verlagern, Papierunterlagen bewahren Sie weiterhin im Inland auf.
  • Bevor Sie Ihre elektronischen Buchführungsdaten ins Ausland verlagern, ist ein schriftlicher Antrag erforderlich. Dieser muss eine detaillierte Beschreibung der für die Verlagerung vorgesehenen elektronischen Bücher und sonstigen erforderlichen elektronischen Aufzeichnungen enthalten.
  • Die Zuständigkeit für die Entscheidung über den Antrag richtet sich nach den allgemeinen Zuständigkeitsvorschriften der §§ 16 ff. AO – im Klartext: Ihr Betriebsstättenfinanzamt ist für die Auskunft zuständig.
  • Die Verlagerung darf wegen des Erfordernisses einer effizienten Steuerkontrolle nur bei solchen Steuerpflichtigen bewilligt werden, die in der Vergangenheit ihren steuerlichen Pflichten ordnungsgemäß nachgekommen sind. Weiterhin ist von der Finanzverwaltung zu prüfen, ob durch die Verlagerung die Besteuerung zukünftig beeinträchtigt wird.

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Unter diesen Voraussetzungen dürfen Sie Ihre Buchführung ins Ausland verlagern:

Voraussetzung ist, dass

  1. Sie der zuständigen Finanzbehörde den Standort des Datenverarbeitungssystems und bei Beauftragung eines Dritten dessen Namen und Anschrift mitteilen,
  2. Sie Ihren sich aus den §§ 90, 93, 97, 140 bis147 und 200 Abs. 1 und 2 ergebenden Pflichten ordnungsgemäß nachgekommen sind,
  3. der Datenzugriff nach § 147 Abs. 6 in vollem Umfang möglich ist und
  4. die Besteuerung hierdurch nicht beeinträchtigt wird.

Empfehlung: Es macht bei großen Unternehmen und Konzernen Sinn, die Buchhaltung aus Kostengründen im Ausland zu lagern bzw. dort erstellen zu lassen. Für mittelständische Unternehmen sehe ich hier keinen größeren Handlungsbedarf. Bevor Sie in diesem Bereich tätig werden wollen, lassen Sie sich umfassend informieren und sprechen Sie auch mit Ihrem Steuerberater über eine Kostensenkung.

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