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So funktioniert das jetzt mit den Geschenken – ohne Steuerärger

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Von Gerhard Schneider,

Das galt bisher: Alle betrieblich veranlassten Zuwendungen – also z. B. auch Weihnachtsgeschenke an Ihre Kunden oder den Blumenstrauß für 30 € an Ihren Geschäftspartner – bis zum Wert von 10.000 € jährlich (pro Empfänger), die nicht in Bargeld bestehen, müssen Sie mit 30 % pauschal versteuern (§ 37b Einkommensteuergesetz).

 

Dabei konnten Sie zwischen diesen beiden Möglichkeiten wählen:

  • Sie konnten die Pauschalsteuer für den Beschenkten zahlen, müssen dies aber nicht.
  • Wenn Sie die Pauschalsteuer nicht übernommen haben, musste der Empfänger bei Ihnen nachfragen, wie teuer das Präsent war, den Wert in seiner Einkommensteuererklärung angeben und die Pauschalsteuer selbst abführen.

So konnte es passieren, dass ein Kunde, den Sie beschenkt haben, später eine Aufforderung vom Finanzamt bekam, die Pauschalsteuer für das Geschenk zu entrichten, wenn Sie sich vorher nicht darum gekümmert haben.

Die neuen Regeln

Mit einer neuen Regelung macht der Fiskus das Schenken nun wieder einfacher. Das geht aus einer Rundverfügung der Oberfinanzdirektion Frankfurt hervor, die für das gesamte Bundesgebiet gilt (vom 10.10.2012, Az. S 2297b A-1St 222). Danach gilt jetzt:

Geschenke und Aufmerksamkeiten, die 40 € nicht überschreiten, können Sie Ihren Kunden zu persönlichen Anlässen steuerfrei zukommen lassen.
Damit werden Geschenke und Aufmerksamkeiten für Kunden und Geschäftspartner so behandelt wie Sachzuwendungen an Arbeitnehmer: Ihren Mitarbeitern können Sie auch bisher schon Geschenke bis zu 40 € steuerfrei zukommen lassen (R 19.6 Lohnsteuerrichtlinien 2011).

 

Achtung: Schauen Sie bei den Zahlen genau hin!

Allerdings verbergen sich in dieser Regelung auch Fallen, die Sie unbedingt beachten sollten:

  • Die 40-€-Grenze bezieht sich auf den Brutto-Betrag – also inklusive Umsatzsteuer. Schauen Sie also beim Kauf genau hin! Rutscht der Wert des Geschenks durch die Umsatzsteuer auf über 40 €, wird wieder Pauschalsteuer fällig!
  • Geschenke und Aufmerksamkeiten an Kunden dürfen Sie als Betriebsausgabe nur dann geltend machen, wenn sie pro Jahr und Empfänger nicht mehr als 35 € brutto (also inkl. Umsatzsteuer) kosten (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 Einkommensteuergesetz). Das heißt: Kaufen Sie für einen Kunden z. B. einen Blumenstrauß für 37 €, wird zwar jetzt keine Pauschalsteuer mehr fällig, aber Sie können den Betrag nicht als Betriebsausgabe geltend machen.

Das heißt für Sie: Bleiben Sie mit Ihren Geschenken und Aufmerksamkeiten unter der Grenze von 35 € (brutto)!

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