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So umgehen Sie Fallen bei Ihren Spenden zur Weihnachtszeit

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Von Gerhard Schneider,

Besonders beliebt bei Vereinen und Unternehmen sind die sogenannten Aufwandsspenden. Das folgende Beispiel macht deutlich, worum es bei einer Aufwandsspende geht:

Beispiel: Der selbstständige EDV-Spezialist Michael Mustermann bringt bei einem Verein die Mitgliederverwaltung auf Vordermann. Er schreibt ein Programm, das die Verwaltung vereinfacht, und schickt dem Verein hierfür eine Rechnung über 1.500 €. Gleichzeitig erklärt Mustermann aber, dass er auf die Bezahlung verzichtet. In diesem Fall darf der Verein dem EDV-Spezialisten eine Zuwendungsbestätigung in Höhe von 1.500 € ausstellen. Die 1.500 € kann Mustermann dann bei der Steuer absetzen.

Die Aufwandsspende läuft also so ab: Konkret verzichtet der Gönner bei einer Aufwandsspende auf eine Forderung gegenüber einem gemeinnützigen Verein und lässt sich im Gegenzug eine Spende in Höhe der erlassenen Forderung bescheinigen. Betriebsprüfer kontrollieren solche Vorgänge und Belege ganz genau – sowohl bei Prüfungen des Vereins wie auch bei den Spendern.
Es gibt allerdings ein paar Voraussetzungen, damit der Verein Ihnen eine Aufwandsspende bescheinigen darf und diese steuerlich von Ihrem Finanzamt anerkannt wird. Die wichtigsten Punkte:

 

 

  • Ihnen als Spender muss ein ordnungsgemäßer Auftrag erteilt worden sein – entweder per Vertrag oder per Vorstandsbeschluss. Es muss also tatsächlich ein Anspruch entstanden sein, auf den Sie als Spender dann nachträglich verzichten.
  • Der Auftrag darf nicht mit der Maßgabe des Verzichts erklärt worden sein. Das heißt: Im Auftrag darf nicht als Bedingung zur Auftragserteilung stehen, dass Sie auf die Zahlung des Rechnungsbetrags verzichten. Denn eine Spende muss immer freiwillig sein.
  • Die Rechnungsbeträge müssen angemessen sein. Verzichten Sie beispielsweise als EDV-Berater auf die Begleichung Ihrer Rechnung, dürfen die darin angesetzten Stundensätze nicht überhöht sein. Darauf achten die Finanzämter genau. Im Idealfall hat der Verein deshalb den Auftrag zunächst ausgeschrieben, ihn an Sie vergeben und kann dann belegen, dass sich Ihre Stundensätze im üblichen Rahmen bewegen.
  • Lassen Sie niemals viel Zeit verstreichen! Wenn Sie als Gönner erst Monate später auf die liegengebliebene (Ab-)Rechnung verzichten, ist kein zeitnaher Zusammenhang mehr gegeben. Da liegt der Verdacht nahe, dass die Spende nicht ganz freiwillig erfolgte, sondern nur deshalb, weil der Verein den Anspruch nicht bedienen, also nicht zahlen kann. Damit ist das Gebot der Freiwilligkeit nicht mehr gegeben und es liegt keine Spende vor. Damit geht die steuerliche Absetzbarkeit verloren.

 

 

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