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Zum Liquiditätsmanagement gehören mehr als nur die Schuldner

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Von Midia Nuri,

Sie wissen es ja selbst: Ein professionelles Liquiditätsmanagement ist das A und O jedes Risikomanagements. Zahlungsunfähigkeit ist der häufigste Insolvenzgrund. Vor ein paar Tagen haben Sie ja hier bereits gelesen, worauf Sie da mit Blick auf Ihre Schuldner achten sollten.

 

Der Blick auf die offenen Forderungen ist eine der vier Säulen eines vernünftigen Liquiditätsmanagements. Dieses umfasst ein möglichst zeitnahes und exaktes Monitoring sowie eine aktive Steuerung der Zahlungsströme – nach innen und außen wohlgemerkt.

Dies beinhaltet also neben den Maßnahmen im Debitorenmanagement, die Sie ja bereits kennengelernt haben

  1. die kurz-, mittel- und langfristige Liquiditätsplanung
  2. Maßnahmen im Kreditorenmanagement und
  3. die verschiedenen Möglichkeiten der Innenfinanzierung.

Zu 1: Liquiditätsplanung

  • Erstellen Sie ein Fälligkeitenprofil aller Aktiva und Passiva Ihres Unternehmens.
  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über alle eingehenden Gelder und Zahlungsverpflichtungen. Dazu gehören neben den kurzfristigen Dispositionen im Cash Management auch die die mittel- und langfristigen Zahlungsein- und -ausgänge.
  • Erfassen Sie dabei unbedingt auch Zahlungsverpflichtungen und Einnahmen aus Aktivitäten entsprechend der Unternehmensplanung sowie aus außerbilanziellen Geschäften, z. B. nicht bilanzierte Ansprüche und Verpflichtungen aus schwebenden Rechtsgeschäften.

 

 

Zu 2: Maßnahmen im Kreditorenmanagement

Für kleinere Unternehmen beschränkt sich das Kreditorenmanagement vor allem auf die Möglichkeit, Skonti zu ziehen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, wenn Ihre Lieferanten Ihnen diese gewähren. Eventuell räumen Ihnen Ihre Zulieferer auch einen Rabatt ein, wenn sie regelmäßige Zahlungen per Lastschrift einziehen dürfen. Wenn es geht, sollten Sie sich auch zeitlich Luft verschaffen und möglichst lange Zahlungsfristen aushandeln.

Zu 3: Maßnahmen der Innenfinanzierung

Innenfinanzierung ist das Geld, das aus der Nutzung von Gewinnen für Investitionen kommt oder etwa dadurch, dass weniger Kapital gebunden ist.

  • Räumen Sie Ihr Lager leer. Dort steht oft eine große Menge gebundenes Kapital im wahrsten Sinn des Wortes herum – allzu oft mehr als nötig. Das Geld, das Sie dafür zuvor ja aufwenden müssen, haben Sie so dann zur freien Verfügung.
  • Prüfen Sie bei Bedarf auch die Möglichkeit, einen externen Investor – z. B. in Form einer stillen Beteiligung – für Ihr Unternehmen zu gewinnen.
  • Auch alternative Finanzierungsformen, etwa das Leasing, sorgen dafür, dass weniger Kapital gebunden ist.

Schön für Sie:
Wieder mehr Liquidität, die es Ihnen womöglich erspart, Kredite oder anderweitiger Mittel zur Fremdfinanzierung aufzunehmen.

Achtung: Rechnen Sie einen Puffer bei den Investitionskosten sowie für eventuelle Verzögerungen veranschlagte Kosten mit ein.

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