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Ein Fehler im Steuerbescheid? Freuen Sie sich nicht zu früh!

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Von Iris Schuler,

Steuern zahlt niemand gerne und jeder gesparte Steuereuro ist ein Grund zur Freude. Nehmen wir einmal an, Sie erhalten Ihren Steuerbescheid und bemerken, dass dieser einen Fehler hat - zu Ihren Gunsten. Wie Sie damit am besten umgehen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Ganz ehrlich: Was würden Sie tun? Würden Sie ungefragt den Fiskus darauf aufmerksam machen oder würden Sie großzügig darüber hinwegsehen?

Viele würden den Fehler wahrscheinlich nicht aufdecken und auf sich beruhen lassen. Machen Sie sich jedoch bewusst, dass Sie damit nicht so ohne weiteres durchkommen. Das Finanzamt kann Sie auch noch nach Jahren mit einem Änderungsbescheid überraschen.

Wann ist der Steuerbescheid bestandskräftig?

Zum einen muss die einmonatige Einspruchsfrist abgelaufen sein. Zum anderen darf der Steuerbescheid weder vorläufig sein noch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung stehen. Bis zum Ablauf der Festsetzungsfrist kann der Steuerbescheid noch geändert werden, falls es dafür einen Rechtsgrund gibt:

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Stellt ein Betriebsprüfer nachträglich Tatsachen oder Beweismittel fest, die zu höheren oder niedrigeren Steuern führen, kann der Steuerbescheid noch geändert werden.

Eine Berichtigung ist erlaubt, wenn der Steuerbescheid einen offensichtlichen Fehler des Finanzamts enthält. Dazu zählen Rechen- und Schreibfehler oder ähnliche offenbare Unrichtigkeiten. Ein BFH-Urteil erlaubt eine Änderung sogar dann, wenn der Sachbearbeiter den Fehler aus Ihren Unterlagen entnommen hat und diese offenbar nicht gründlich geprüft hat.

Dann gilt der Steuerbescheid!

An einem Steuerbescheid lässt sich erst dann nichts mehr ändern, wenn die Festsetzungsfrist abgelaufen ist. Bei der Einkommen- und Umsatzsteuer beginnt diese Frist mit Ablauf des Jahres, in dem Sie die Steuererklärung eingereicht hatten. Sie endet in der Regel nach 4 Jahren. Im Fall von Steuerverkürzungen jedoch nach 5 Jahren, im Fall von Steuerhinterziehungen sogar nach 10 Jahren.

Und was passiert, wenn Sie einen Fehler entdecken, der das Finanzamt begünstigt? Dann können Sie natürlich innerhalb der Festsetzungsfrist ebenfalls eine Berichtigung verlangen.

Es ist auf jeden Fall ratsam, den Steuerbescheid immer sorgfältig prüfen, denn selbst kleine Rechenfehler können zu großen Differenzen führen.

 

 

 

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