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EÜR: Eine Zeile für einen häufigen Spezialfall

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Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Von Midia Nuri,

Häufig kommt es bei selbstständigen Kleinunternehmern zu einem Missverständnis: Sie führen keine Umsatzsteuer an den Fiskus ab, also sind Ihre Umsätze steuerfrei. Das ist natürlich nicht der Fall.

So ist die Rechtslage

Voraussetzung für den Status Kleinunternehmer ist, dass Sie bestimmte Umsatzgrenzen nicht überschreiten, also dass Sie:

  • im Vorjahr (im Rahmen der Anlage EÜR heißt das also: im Jahr 2010) nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz vereinnahmt haben und
  • im laufenden Jahr (hier zählt Ihre Einkommensprognose von Januar 2011) voraussichtlich nicht mehr als 50.000 € vereinnahmen werden.

Achtung: In den 17.500 € beziehungsweise 50.000 € ist aber natürlich die Umsatzsteuer enthalten. Das kann gar nicht oft genug betont werden.

Und nun die Preisfrage: Was soll dann überhaupt noch die Zeile 9?

Die stellt sich auch tatsächlich oft in den Redaktionssprechstunden des Praxishandbuchs Buchführung und Steuern für Selbstständige und Kleinunternehmer:

Das hat es mit der Zeile 9 der Anlage EÜR auf sich

In der Zeile 9 sollen Sie Umsätze angeben, „die in § 19 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 UStG bezeichnet sind“.

Wenn alle Ihre Einnahmen umsatzsteuerpflichtig sind und Sie im Vorjahr unter 17.500 € eingenommen haben, sind die Beträge für Zeile 8 und 9 die gleichen. Also wofür noch die Zeile 9?

Die Antwort: Die Zeile 9 ist für einen häufigen Spezialfall eingeführt worden: Und zwar dann, wenn Sie auf der einen Seite Einnahmen haben, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind, zusätzlich aber auch Einnahmen erzielen, die der Umsatzsteuer unterliegen.

Zu den tatsächlich umsatzsteuerfreien Einnahmen zählen:

  • Umsätze aus dem Verkauf von Briefmarken,
  • Umsätze als Bausparkassen- oder Versicherungsvertreter bzw. Versicherungsmakler,
  • Umsätze aus Vermietung und Verpachtung,
  • Umsätze als Arzt, Zahnarzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut,
  • Umsätze aus Ihrer Unterrichtstätigkeit als selbstständiger Dozent, soweit Sie für bestimmte, steuerlich anerkannte Schulen tätig sind.

Beispiel:
Als Arzt gehen Sie nebenher umsatzsteuerlichen Beratungstätigkeiten nach oder fertigen Gutachten.Dann passiert es schnell, dass Sie hohe Gesamtumsätze von 100.000 € oder mehr haben – umsatzsteuerlich aber als Kleinunternehmer gelten, weil der Anteil der umsatzsteuerpflichtigen Einnahmen unter 17.500 € liegt.

In diesem Fall tragen Sie die Gesamteinnahmen in Zeile 8 und den umsatzsteuerpflichtigen Teil (wenn es maximal 17.500 € sind) in Zeile 9 ein.

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