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Eine „Nullbilanz“ spart Geld, ruiniert aber den guten Ruf Ihres Unternehmens

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Jahresabschluss
Urheber: marcus_hofmann | Fotolia

Von Heinz-Wilhelm Vogel,

Ist es zulässig, sich der Offenlegung des eigentlichen Jahresabschlusses da- durch zu entziehen, dass dem elektronischen Bundesanzeiger eine Null-Bilanz übermittelt wird?

Viele Steuerverantwortliche tun sich mit der Offenlegung ihres Jahresabschlusses im elektronischen Bundesanzeiger immer noch schwer. Das ist verständlich, aber: Entziehen Sie sich der Publizitätspflicht, tritt des Bundesamt für Justiz auf den Plan: Es droht Ihnen ein saftiges Ordnungsgeld an – und setzt es auch fest, wenn Sie nicht innerhalb einer Frist von 6 Wochen handeln.

Der Steuerverantwortliche eines Unternehmens reichte nach Androhung eines Ordnungsgeldes eine sogenannte „Nullbilanz“ beim elektronischen Bundesanzeiger ein. Das ist eine Bilanz, die nur Nullwerte enthält – insbesondere also kein Stammkapital, kein Vermögen und keine Schulden ausweist.

Dem Bundesamt für Justiz reichte diese Bilanz aber nicht aus, und deshalb setzte es ein Ordnungsgeld von 2.500 € fest. Das wiederum wollte der Steuerverantwortliche nicht akzeptieren, zog vor das Landgericht Bonn – und hatte damit Erfolg auf ganzer Linie.

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Zwar räumen die Bonner Richter in ihrem jetzt veröffentlichten Urteil ein, dass es sich um eine außergewöhnliche Bilanz handelt. Entscheidend war für sie aber, dass es sich um einen formell ordnungsgemäßen Jahresabschluss handelt. Damit hat das Unternehmen seine Pflicht zur Offenlegung erfüllt. Dass die Bilanz nicht richtig sein kann, ist eine ganz andere Frage, die mit der Publizitätspflicht nichts zu tun hat (LG Bonn, Urteil vom 15.3.2013, Az. 37 T 730/12).

Empfehlung: So verlockend es ist, einer Behörde mal ein Schnippchen zu schlagen, sehen Sie besser davon ab: Sie bezahlen das mit dem guten Ruf Ihres Unternehmens. Eine im Bundesanzeiger veröffentlichte Nullbilanz lässt Geschäftspartner vermuten, dass Ihr Unternehmen entweder organisatorisch schlecht aufgestellt ist oder – noch schlimmer – sich in finanzieller Schieflage befindet.

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