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Elster oder keine – das entscheiden Sie alleine

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Von Midia Nuri,

Ihre Steuererklärungen für das Jahr 2012 müssen Sie elektronisch erstellen und an das Finanzamt übermitteln. Das betrifft alle Jahreserklärungen für die Einkommen-, die Umsatz- und auch die Gewerbesteuer, wenn Sie gewerbesteuerpflichtig sind.

 

Geregelt ist diese Pflicht zur elektronischen Abgabe offiziell bereits ab der Steuererklärung 2011 in den aktuellen Fassungen des Einkommensteuergesetzes (§ 25 Abs. 4, § 52 Abs. 39 EStG), des Umsatzsteuergesetzes (§ 18 Abs. 3, § 27 Abs. 17 UStG) und Gewerbesteuergesetzes (§ 14a, § 36 Abs. 9b GewStG).

Amtlich oder nicht amtlich

Sie haben dabei die freie Auswahl, auf welche Art Sie Ihre Steuererklärungen per Internet an das Finanzamt übermitteln.

1. Möglichkeit: ElsterFormular

Elster ist das offizielle Programm der Finanzverwaltung. Dieses Programm stellt Ihnen sämtliche Formulare der Steuererklärungen in Ihrem Computer dar.

Sie füllen die Formulare auf dem Bildschirm aus, können eine Probeberechnung der zu zahlenden Steuer machen und die Formulare elektronisch absenden.

Vorteile:

  • Das Programm ist kostenlos.
  • Es handelt sich um ein offizielles Programm der Finanzverwaltung. Mögliche Fehler in der Software können deshalb nicht Ihnen angelastet werden.

Nachteil:

  • Das Programm ermöglicht nur das Ausfüllen und Absenden der Formulare. Daten aus Ihrer Buchhaltung können Sie nicht automatisch übernehmen lassen.

2. Möglichkeit: Kommerzielles Steuerprogramm

Kommerzielle Steuerprogramme der verschiedensten Anbieter ermöglichen Ihnen ebenfalls, die Formulare Ihrer Steuererklärung an das Finanzamt zu übermitteln.

Vorteil:

  • In Programmen wie diesen sind Module für die Belegerfassung, die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, die Umsatzsteuervoranmeldungen etc. integriert. So können Sie Ihre Buchhaltung mit dem Programm erledigen. Die Zahlen daraus werden dann automatisch in die Formulare der Steuererklärungen übernommen.

Nachteile:

  • Die Programme sind im Gegensatz zu Elster kostenpflichtig.
  • Vor allem aber stehen für eventuelle Fehler im Programm Sie gerade. Im Zweifel geht Ihnen dadurch Geld verloren.

 

 

Darum gilt bei kommerzieller Software die Nullfehler-Maxime

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat Ende 2011 einem Kläger die Änderung seines Einkommensteuerbescheids 2008 zu seinen Gunsten versagt.

In dem Fall hatte der Mann 2010 beantragt, nachträglich 4.000 € Kinderbetreuungskosten zu berücksichtigen. Diese hatte er irrtümlich vergessen, weil die Software ihn bei der Eingabe seiner Daten nicht danach gefragt habe.

So urteilten die Finanzrichter

Die Richter verwehrten dem Kläger die Korrektur des Fehlers. Selber schuld, argumentierten sie. Der Kläger hätte sich nur die Formulare anzuschauen brauchen, dann hätte er schon die „Anlage Kind“ gesehen und wäre darauf gekommen, die Betreuungskosten geltend zu machen (Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 30.8.2011, Az.: 3 K 2674/10).

Achtung: Die Gefahr ist groß. Verschiedene Computerzeitschriften haben bei Software-Tests immer wieder Abweichungen von den amtlichen Ergebnissen festgestellt.

Wägen und sichern Sie sich ab

Wie viel Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Programme persönlich wert sind, ist sehr individuell. Sie sollten gut abwägen.

Falls Sie sich trotz dieser Gefahren für die Übermittlung Ihrer Steuererklärung mit einem kommerziellen Programm entscheiden – vielleicht, weil es für Sie mit Blick auf die Buchhaltung einfach praktischer ist –, sollten Sie sich aber auf keinen Fall allein auf die Menüführung in diesen Programmen verlassen.

Konkret:

  1. Bevor Sie die Steuererklärung ans Finanzamt senden, machen Sie einen Probeausdruck der vom Programm ausgefüllten Vordrucke.
  2. Gehen Sie dann alle Vordrucke zusammen mit der jeweiligen Ausfüllanleitung des Finanzamts noch einmal durch.

Nur so fallen Ihnen mögliche Fehler oder Versäumnisse rechtzeitig auf.

Tipp: Am besten, Sie verwenden für die Steuer einen gesonderten PC, auf dem sonst keine anderen Daten gespeichert sind. Denn mit der Pflicht zur elektronischen Übermittlung Ihrer Daten geht auch das Recht des Betriebsprüfers einher, auf Ihren Rechner zuzugreifen. Besser, Sie geben ihm nicht die Gelegenheit, zufällig auf interessante E-Mails oder sonstige auf Ihrem PC gespeicherte Unterlagen zu geben. Das erspart Ihnen in jedem Fall lästige Nachfragen.

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