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Fehler, die gut für Sie sind

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Von Gerhard Schneider,

Experten schätzen, dass jeder 3 Steuerbescheid falsch ist. Die gute Nachricht daran: Hin und wieder vertun sich die Beamten auch zu Ihren Gunsten – und dann können Sie schön stillhalten.

 

Wenn Ihnen ein Fehler des Finanzamts zu Ihren Gunsten auffällt, brauchen Sie sich nicht beim Finanzamt zu melden. Sie riskieren damit keinen Vorwurf der Steuerhinterziehung. Das hat jetzt der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden (Urteil vom 4.12.2012, Az. VIII R 50/10, veröffentlicht am 3.4.2013).
In dem Fall hatte ein Freiberufler – ohne selbst einen Fehler zu machen – in seiner Steuererklärung Einkünfte von 539.000 € angegeben. Das Finanzamt setzte im Steuerbescheid versehentlich ein Minus davor, sodass der Freiberufler gar keine Einkommensteuer zahlen musste und in den Folgejahren sogar noch vom automatisch berechneten Verlustvortrag profitierte.
Die Sache kam erst ans Licht, als sich das Finanzamt 4 Jahre später zu einer Betriebsprüfung ankündigte. Dann musste der Freiberufler die Steuern nachzahlen – eine Anzeige bekam er allerdings nicht aufgebrummt. Steuerpflichtige seien „nicht verpflichtet, Fehler des Finanzamts richtig zu stellen“, so die Richter in dem Urteil. Das ist gut zu wissen, wenn Sie jetzt Ihren Steuerbescheid 2012 bekommen. Der Bund der Steuerzahler schätzt, dass rund ein Drittel aller Steuerbescheide fehlerhaft sind.

 

Ist der Fehler zu Ihren Gunsten, können Sie nach dem Urteil mit gutem Gewissen den Vorteil kassieren. Zwei Punkte sind dabei jedoch wichtig:

  • Voraussetzung ist, dass der Fehler tatsächlich beim Finanzamt liegt und Sie in der Steuererklärung korrekte Angaben gemacht haben. Stehen schon in der Steuererklärung falsche Angabe zu den Einkünften, droht schnell eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung.
  • Legen Sie ausreichend Geld für eine mögliche Nachzahlung zurück – für den Fall, dass dem Finanzamt der Fehler später noch auffällt.

Wichtig: Wenn Sie jedoch einen Fehler im Steuerbescheid finden, der sich negativ für Sie auswirkt, sollten Sie umgehend reagieren und eine Änderung beantragen oder Einspruch einlegen.

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