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Rechnungsstellung: Muss die Rechnungsanschrift angegeben werden oder reicht auch das Postfach?

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Urheber: Andrey Popov | Fotolia

Von Markus Kahr,

Frage: Was müssen wir auf unseren Rechnungen als Anschrift angeben? Reicht es aus, dass wir unsere Postfachadresse nennen, oder müssen wir die Postanschrift angeben?

Antwort: Die Rechtsgrundlage für die Angabe der Anschrift ergibt sich aus § 14 Abs. 4 Nr. 1 UStG. Danach muss eine Rechnung den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des Leistungsempfängers enthalten.

Jetzt haben sich Gerichte, Finanzverwaltung, Steuerberater und Unternehmer darüber gestritten, was unter den Begriffen „vollständiger Name“ und „vollständige Anschrift“ zu verstehen ist. Daher hat das Bundesministerium der Finanzen im Anwendungserlass zur Umsatzsteuer weitere Details erläutert. In Abschnitt 14.5. Abs. 2 UStAE finden Sie zum Namen und Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers Folgendes:

Nach § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG sind in der Rechnung der Name und die Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers jeweils vollständig anzugeben.

  • Dabei ist es nach § 31 Abs. 2 UStDV ausreichend, wenn sich aufgrund der in die Rechnung aufgenommenen Bezeichnungen der Name und die Anschrift sowohl des leistenden Unternehmers als auch des Leistungsempfängers eindeutig feststellen lassen.
  • Verfügt der Leistungsempfänger über ein Postfach oder über eine Großkundenadresse, ist es ausreichend, wenn diese Daten anstelle der Anschrift angegeben werden.

Auch in einer Rechnung, die unter Nennung nur des Namens des Leistungsempfängers mit „c/o“ an einen Dritten adressiert ist, muss entsprechend § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG und den Vereinfachungen des § 31 Abs. 2 und 3 UStDV die Identität des Leistungsempfängers leicht und eindeutig feststellbar sein.

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Umsatzsteuerliche Organschaft

Im Fall der umsatzsteuerlichen Organschaft können der Name und die Anschrift der Organgesellschaft angegeben werden, wenn der leistende Unternehmer oder der Leistungsempfänger unter dem Namen und der Anschrift der Organgesellschaft die Leistung erbracht bzw. bezogen hat. Bei Unternehmern, die über mehrere Zweigniederlassungen, Betriebsstätten oder Betriebsteile verfügen, gilt jede betriebliche Anschrift als vollständige Anschrift.

BFH hat Spezialfall entschieden

Ein Leser wandte sich an uns und verwies auf ein Urteil des BFH vom 22.7.2015, Az. V R 23/14, nach dem die Angabe des Postfachs nicht ausreichend sei.

Das Gericht hat damals entschieden, dass das Merkmal „vollständige Anschrift” in § 14 Abs. 4 Nr. 1 UStG nur die Angabe der zutreffenden Anschrift des leistenden Unternehmers erfüllt, unter der er seine wirtschaftlichen Aktivitäten entfaltet. Diese Voraussetzung trifft aber sowohl auf Postfachangaben als auch auf postalische Anschriften zu. Denn nur dort, wo Sie tatsächlich tätig werden, kann es auch ein existierendes Unternehmen geben.

Empfehlung: Passen Sie Ihr Geschäftspapier Ihren Erfordernissen an. Möchten Sie, dass Sie die Hauptlieferung aller Schreiben über Ihr Postfach erreicht, geben Sie die Postfachadresse an. Sollte dies nicht der Fall sein, geben Sie auf Ihren Rechnungen immer Ihre postalische Anschrift an. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter bei der nächsten Teambesprechung, dass sowohl die Anschrift über das Postfach als auch über die postalische Anschrift den Rechnungspflichtangaben genügen.

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