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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Die dunkle Seite des Dienstwagens und die Steuer

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Von Midia Nuri,

Es kann passieren: Einer Ihrer Mitarbeiter bringt von einer Dienstreise ein Knöllchen mit nach Hause. Aus Zeitmangel hat er vielleicht ein Parkverbot missachtet oder ist in eine Geschwindigkeitskontrolle gerauscht.

 

Rechtlich sieht es so aus

Ihr Unternehmen ist nur dann ausnahmsweise verpflichtet, bei Dienstreisen entstandene Bußgelder zu übernehmen, wenn es den Dienstwagenfahrer nachweislich angewiesen hat, vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeiten oder Halte-/Parkverbote zu missachten, urteilte das Bundesarbeitsgericht (BAG) (Az.: 8 AZR 465/00).

Und das gilt steuerlich

Übernehmen Sie für einen Mitarbeiter ein Bußgeld, gilt der Betrag als steuerpflichtiger Arbeitslohn, urteilte der Bundesfinanzhof (BFH) (Az. VI R 47/06).

Tipp: Das gilt auch für Straßenbenutzungsgebühren

Erstattet Ihr Unternehmen einem Mitarbeiter die Straßenbenutzungs- und Mautgebühren für Privatfahrten im Ausland, sind diese Zahlungen lohnsteuerpflichtig, urteilte der BFH (Az. VI R 37/03).

Für Ihre Mitarbeiter ist die Übernahmen trotz Steuerpflicht attraktiv. Deshalb bestehen auch viele Dienstwagenfahrer auf einer vertraglichen Regelung, wonach ihnen anfallende Gebühren erstattet werden. Denn trotz Steuerpflicht ist das für sie immer noch günstiger, als diese Gebühren in voller Höhe selbst zu zahlen.

 

Das gilt bei Kostenübernahme für Unfallschäden

Viele Unternehmen regeln mit Ihren Dienstwagenfahrern, dass diese bei selbstverschuldeten Unfällen mit dem Dienstwagen für die Schäden am eigenen Fahrzeug intern nicht in Regress genommen werden – zumindest dann nicht, wenn die Unfallursache weder auf Vorsatz noch auf grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen ist.

Steuerlich gilt in dem Fall

Verursacht der Dienstwagenfahrer während der privaten Mitbenutzung des Fahrzeugs schuldhaft einen Unfall und nimmt Ihr Unternehmen ihn wegen der Reparaturkosten nicht zumindest teilweise in Regress, muss er für diesen geldwerten Vorteil Lohnsteuer zahlen.

Dabei bemisst sich der geldwerte Vorteil nach den Reparaturkosten oder bei einem Totalschaden nach dem Zeitwert des Fahrzeugs vor dem Unfall abzüglich Restwert, entschied der BFH (Az.: VI R 73/05).

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