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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Dienstreise mit Firmenwagen: Damit ist nun Schluss!

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Von Arno Schrader,

Die Frage: Wann können wir einem Mitarbeiter den Dienstwagen entziehen? Einer unserer Außendienstler feiert nun schon seit 8 Wochen krank und rückt seinen Mondeo nicht raus. Er darf ihn auch für Privatfahrten nutzen und meint, dass er sonst ja kein Auto hätte.

Die Antwort: Das ist von ihm nicht in Ordnung. Mahnen Sie ihn ab und wenn das nicht hilft, sollten Sie über eine Kündigung nachdenken! Viele Arbeitgeber möchten einen auch zur privaten Nutzung überlassenen Firmenwagen zurückfordern, wenn der Mitarbeiter nicht mehr für sie tätig ist. Solange das Arbeitsverhältnis besteht, ist das jedoch nicht so einfach. Denn die private Nutzung des Firmenwagens ist Teil der Vergütung des Mitarbeiters. Sie dürfen als Arbeitgeber den Wagen deshalb nicht zurückfordern, solange Sie zur Vergütungsfortzahlung verpflichtet sind.
Der Mitarbeiter darf den Wagen behalten, wenn er arbeitsunfähig ist und Anspruch auf Entgeltfortzahlung hat oder nach einer Kündigung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses, wenn er unter Fortzahlung der Vergütung von der Arbeit freigestellt ist.
Wenn Sie das Fahrzeug in diesen Fällen dennoch zurückfordern, haben Sie dem Mitarbeiter eine Entschädigung für die entgangene Privatnutzung zu zahlen.

Ohne Entschädigung herausfordern darf ein Arbeitgeber den Wagen hingegen

  • mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses,
  • nach mehr als 6 Wochen Krankheit, wenn dem Mitarbeiter keine Entgeltfortzahlung mehr zusteht (BAG, 14.12.2010, 9 AZR 631/09) sowie
  • bei Elternzeit ohne Arbeitsleistung beim bisherigen Arbeitgeber.

Für die Dauer der gesetzlichen Mutterschutzfristen gilt jedoch etwas anderes: Sie dürfen den Firmenwagen nicht ohne Entschädigung zurückfordern! Die Entschädigung, die einem Arbeitnehmer für die entgangene Privatnutzung zusteht, bemisst sich nach dem steuerlichen Wert der 1-%-Regel. Achtung: Der Mitarbeiter kann aber auch einen höheren Ersatz für den tatsächlich entstandenen Schaden verlangen!

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