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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Dienstwagen auch privat fahren: Der neue Steuervorteil bei einer individuellen Kostenbeteiligung

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Dienstwagen
Urheber: Sven Krautwald | Fotolia

Von Heinz-Wilhelm Vogel,

Es ist das mit Abstand beliebteste und prestigeträchtigste Gehalts-Extra: einen Dienstwagen fahren und diesen auch privat sowie für Fahrten zwischen Wohnung und Büro nutzen.

Einen Dienstwagen fahren längst nicht nur Führungskräfte


Früher „spendierten“ Unternehmen allenfalls ihren Führungskräften einen Dienstwagen zur privaten Mitbenutzung. Heute wird der Kreis der dafür in Betracht kommenden Mitarbeiter deutlich weiter gezogen. Dabei gelten oft allerdings wichtige Abstufungen. Das zeigt sich besonders dann, wenn die Dienstwagenfahrer Zuzahlungen leisten sollen. Solche Zuzahlungen sind nichts anderes als Selbstbeteiligungen.

Beispiel: Der Dienstwagenfahrer zahlt eine monatliche Pauschale ans Unternehmen, die mit dem Lohn verrechnet wird. Alternative: Er übernimmt ganz oder teilweise die individuellen Kosten (z. B. Kraftstoffkosten, Versicherungsprämie).

Die steuerlichen Auswirkungen einer Zuzahlung


Dürfen solche Zuzahlungen bei Anwendung der 1%-Regel angewendet werden? Der BFH hat dies bislang nur dann zugelassen, wenn ein pauschales Nutzungsentgelt vereinbart war. Jetzt hat der BFH den Weg auch dafür frei gemacht, dass einzelne individuelle Kosten des Dienstwagenfahrers berücksichtigt werden dürfen. Dadurch sinkt die finanzielle und steuerliche Belastung durch den geldwerten Vorteil nach der 1%-Regel nun auch in diesen Fällen (BFH, Urteil vom 30.11.2016, Az. VI R 2/15).

Im entschiedenen Fall hatten das Unternehmen und der Dienstwagenfahrer Folgendes vereinbart: Der Mitarbeiter trug sämtliche Kraftstoffkosten (ca. 5.600€jährlich).DieübrigenFahrzeugkosten übernahm das Unternehmen.

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Der geldwerte Vorteil aus der Fahrzeugüberlassung wurde nach der 1%-Regelung berechnet und betrug ca. 6.300 €. Das aktuelle Grundsatzurteil des BFH bedeutet, dass die Kraftstoffkosten mit dem geldwerten Vorteil nach der 1%-Regel verrechnet werden dürfen. Der geldwerte Vorteil aus der Privatnutzung beträgt unterm Strich also nur noch 700 €:

Vorteilsrechnung im Überblick

geldwerter Vorteil nach der 1%-Regel: 6.300 €

individuelle Selbstkosten des Dienstwagenfahrers: 5.600 €

verbleibender geldwerter Vorteil: 6.300 € ./. 700 €

Achtung: Durch die Verrechnung der Selbstkosten kann der verbleibende geldwerte Vorteil maximal auf null sinken. Ein Negativbeitrag kann nicht entstehen. Auch das hat der BFH ausdrücklich betont.

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