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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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E-Auto lohnt sich als Firmenwagen nur bedingt

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Von Midia Nuri,

Erst die gute Nachricht: Mit dem Jahressteuergesetz 2013 kommt erstmals die Steuerförderung auch für Firmenwagen. Nun die schlechte Nachricht: bei ausschließlich betrieblich genutzten Fahrzeugen kommt davon nichts bei Ihnen an. Nur wenn Sie Ihr E-Auto auch privat nutzen, haben Sie etwas von der Förderung.

 

Bislang sind nur Elektroautos im Privatbesitz steuerlich begünstigt. Für diese Autos wird keine Kfz-Steuer fällig. Elektrisch betriebene Firmenwagen sind bisher davon allerdings ausgenommen.

Nun sind auch E-Firmenwagen begünstigt

Nach dem vom Kabinett beschlossenen Jahressteuergesetz soll nun aber auch eine Förderung für E-Autos kommen, die als Firmenwagen genutzt werden.

Die neue steuerliche Förderung setzt bei den Anschaffungskosten an. Das heißt: Wenn Sie einen auch privat genutzten Elektro-Firmenwagen per 1-%-Regelung abrechnen, wird ein niedrigerer Bruttolistenpreis angesetzt, was die Steuerbelastung durch den 1%igen Privatanteil senkt.

Hintergrund:
Bei der 1-%-Regelung wird der geldwerte Vorteil aus der Privatnutzung ja mit monatlich 1 % des Bruttolistenneupreises des Firmenwagens als Lohn bzw. Gewinn versteuert.

Elektro- und Hybridfahrzeuge sind bei dieser Methode herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen gegenüber benachteiligt, weil sie teurer sind und dadurch monatlich mehr versteuert werden muss.

 

So beseitigt die Bundesregierung diesen Nachteil

Beim Bruttolistenpreis werden die Kosten für die Batterien des E-Autos nicht eingerechnet. Das soll folgendermaßen funktionieren:

Bei Anschaffung bis 31.12.2013 werden pauschal 500 € pro kWh der Batteriekapazität, max. 10.000 €, vom Listenpreis bzw. den Anschaffungskosten abgezogen.

Diese Beträge vermindern sich bei Anschaffung in den Folgejahren um 50 € pro kWh bzw. um 500 € pro Jahr.

Die steuerliche Förderung begünstigt Elektrofahrzeuge, die bis 31.12.2022 angeschafft werden (§ 52 Abs. 16 Satz 11 EStG).

Das heißt:

  • Wer bis zum 31.12.2013 ein Elektrofahrzeug anschafft, zieht pro kWh Batteriekapazität 500 € vom Bruttolistenpreis ab.
  • Wer 2014 kauft, zieht pro kWh Batteriekapazität 450 € vom Bruttolistenpreis ab, und so weiter.
  • Wer 2022 schließlich sein E-Auto als Firmenwagen anschafft, zieht pro kWh Batteriekapazität 50 € vom Bruttolistenpreis ab.

Darauf sollten Sie achten

Aber nur wenn Sie den Wagen auch privat nutzen wollen, wirkt sich der Vorteil über die niedrigere 1-%-Pauschale aus.

Und: Bei einigen neuen Elektroautos ist die Batterie nicht im Kaufpreis enthalten – sie wird für einen monatlich zu zahlenden Betrag gemietet. In diesem Fall gibt es keine Kürzung des Bruttolistenpreises.

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