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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Firmenwagen und Kostenbeteiligung des Mitarbeiters

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Firmenwagen

Von Günter Stein,

Für die Überlassung eines Firmenwagens, der auch privat genutzt werden darf, verlangen immer mehr Arbeitgeber von ihren Arbeitnehmern, dass sie sich an den Kosten beteiligen. Dazu können Sie beispielsweise ein bestimmtes Nutzungsentgelt mit dem Mitarbeiter vereinbaren und vom Lohn einbehalten.Steuerlich und sozialversicherungsrechtlich ist dabei zu beachten:

Steuerlich und sozialversicherungsrechtlich ist dabei zu beachten:

Das Nutzungsentgelt mindert zwar den steuerpflichtigen geldwerten Vorteil des Firmenwagens. Übersteigt es jedoch den geldwerten Vorteil, muss der Mitarbeiter die Differenz aus seinem Nettolohn finanzieren. Sie dürfen sie nicht als negativen Arbeitslohn berücksichtigen. Der Mitarbeiter kann sie auch nicht als Werbungskosten geltend machen (OFD Köln, 7.10.1987; Besprechungsergebnis der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger, 5./6.7.2005).

Beispiel: Bruttoverdienst des Mitarbeiters: 5.000 €/Monat, Listenpreis des Firmenwagens: 25.000 €, Entfernung Wohnung – Arbeitsstätte: 20 km, Nutzungsentgelt in 3 Varianten: 300 €/Monat, 400 €/Monat, 500 €/Monat

 

  Nutzungsentgelt
  300 € 400 € 500 €
Bruttoarbeitsentgelt

+ geldwerter Vorteil nach der 1-%-Regel

(= 1% von 25.000 € + 0,03 % von

25.000 € x 20 km)

./. Nutzungsentgelt*
5.000 €

400 €





400 €
5.000 €

400 €





400 €
5.000 €

400 €





400 €
Steuer- und beitragspflichtig 5100 € 5000 € 5000 €

*maximal geldwerter Vorteil

Wichtig: Im Prinzip ist es gleichgültig, ob Sie das Nutzungsentgelt für den Firmenwagen pauschal oder nach der tatsächlichen Nutzung des Fahrzeugs bemessen (R 8.1 Abs. 9 Nr. 4 LStR). Keinesfalls aber sollte der Mitarbeiter laufende Kosten (z.B. Treibstoffkosten, Wagenwäsche) direkt selbst bezahlen. Denn diese Zahlungen mindern seinen geldwerten Vorteil nicht (BFH, 18.10.2007, VI R 96/04, 57/06, 59/06).

Eine Beteiligung des Mitarbeiters an den Anschaffungskosten des Firmenwagens war in der Vergangenheit wenig sinnvoll. Denn die Beteiligung wurde lediglich auf den geldwerten Vorteil des laufenden Jahres angerechnet (R 8.1 Abs. 9 Nr. 4 LStR). Daran hält die Finanzverwaltung nicht mehr fest. Die Zuzahlungen können also auch auf den geldwerten Vorteil der Folgejahre angerechnet werden. Das gilt seit dem BMF-Schreiben vom 6.2.2009, IV C 5 – S 2334/08/10003, in allen noch offenen Fällen.

Beispiel: Ihr Mitarbeiter beteiligt sich im Jahr 2009 mit 5.000 € an den Anschaffungskosten eines Firmenwagens. Der nach der 1-%-Methode ermittelte geldwerte Vorteil des Wagens liegt 2009 bei 3.500 €. Da die Zuzahlung diesen Betrag übersteigt, ist 2009 kein geldwerter Vorteil zu versteuern. Die verbleibende Zuzahlung von 1.500 € mindert den geldwerten Vorteil 2010.

Beachten Sie: Händigen Sie Ihrem Mitarbeiter eine Tankkarte für den Firmenwagen aus, sodass Sie die Treibstoffkosten bezahlen, gilt eine wertgleiche Entschädigung, die Sie vom Mitarbeiter verlangen, als Nutzungsentgelt.

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