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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Firmenwagen: Was Sie absetzen ­können, wenn es einmal kracht

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Von Gerhard Schneider,

Wenn Sie einen Unfall verschuldet haben und Ihnen Reparaturkosten entstehen, taucht sofort die Frage auf, ob Sie diese Kosten als Betriebsausgaben ansetzen können. Dabei ist es wichtig zu unterscheiden, ob sich der Unfall bei einer privaten oder betrieblichen Fahrt ereignet hat:

 

 

  • Bei einer Privatfahrt sind die Reparaturkosten keine Betriebsausgaben. Sie können nichts absetzen.
  • Bei einer betrieblich veranlassten Fahrt sind die Reparaturkosten am Wagen Betriebsausgaben, die Sie steuermindernd geltend machen können. Wichtig: Auch wenn sich der Unfall auf Ihrem Weg von der Wohnung zur Arbeitsstätte ereignet hat, sind die Unfallkosten abzugsfähige Betriebsausgaben wie bei einer betrieblich veranlassten Fahrt.

So gehen Sie vor, wenn der Unfallgegner die Schuld trägt

Die Reparaturkosten setzen Sie als Betriebsausgaben ab. Die Versicherungszahlung des Unfallgegners verbuchen Sie im Gegenzug als Betriebseinnahme.
Häufig passiert dann Folgendes: Die Einnahme durch die Versicherung erhöht Ihre Steuerschuld, wenn die tatsächlichen Reparaturkosten niedriger sind oder Sie einen kleineren Schaden überhaupt nicht reparieren lassen. Doch das können Sie vermeiden:
Wenn Sie keine Reparatur durchführen, können Sie eine „Abschreibung für außergewöhnliche Abnutzung“ in Höhe der Wertminderung ansetzen, und zwar zusätzlich zur normalen Abschreibung des Firmenwagens. Kurzerhand setzen Sie für die Wertminderung den Betrag an, den die Versicherung an Sie zahlt. So entsteht kein Steuernachteil, weil sich ­Einnahme (Versicherungszahlung) und Ausgabe (Abschreibung für außergewöhnliche Abnutzung) gegenseitig aufheben.

 

So gehen Sie vor, wenn Sie selbst die Schuld tragen

Die folgenden Kosten können Sie als Betriebsausgaben geltend machen:

  • Reparaturkosten des eigenen Fahrzeugs
  • Reparaturkosten des Unfallgegners
  • Gutachterkosten
  • Schadenersatzleistungen
  • Gerichts- und Anwaltskosten

Diese Kosten können Sie natürlich nur geltend machen, wenn sie nicht durch Ihre Haftpflicht-, Kasko- oder Rechtsschutzversicherung abgedeckt sind.
Ist Ihr Firmenwagen vollkaskoversichert, ist es mitunter günstiger, nach einem selbstverschuldeten Unfall auf die Versicherungsleistung zu verzichten (wegen der dann steigenden Versicherungsprämien) und die Reparatur des eigenen Wagens selbst zu bezahlen. Auch bei einem solchen Verzicht sind die Reparaturkosten abzugsfähige Betriebsausgaben!

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Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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