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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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So wird es steuerlich noch günstiger beim Dienstwagen

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Dienstwagen Steuern Privatnutzung Entgeltabrechnun

Von Günter Stein,

Fahren Geschäftsführung oder Mitarbeiter einen Dienstwagen, trägt das Unternehmen in der Regel die Kosten. Die Privatnutzung muss der Arbeitnehmer aber versteuern. Die Versteuerung erfolgt im Rahmen der Entgeltabrechnung. In der Regel wird dafür 1% vom Bruttolistenneupreis angesetzt. Hinzu kommen 0,03% des Bruttolistenneupreises je Entfernungskilometer für den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.

Beispiel: Der Dienstwagen eines Geschäftsführers kostet 60.000€. Den Arbeitsweg von 20km zur GmbH fährt er täglich mit dem Dienstwagen. Für die private Mitbenutzung sind monatlich (60.000€ x 1% =) 600€ und für den Arbeitsweg (60.000€ x 0,03% x 20km =) 360€ als geldwerter Vorteil zu versteuern = 960€! Bei einem privaten Steuersatz von 42% kostet das 425,37€ inkl. SolZ an Steuern!

Aber bei der Dienstwagensteuer lässt sich einiges sparen:

Keine Steuer bei gleichwertigem Privatwagen

Dass ein Geschäftsführer den Dienstwagen für Privatfahrten nutzt, kann er widerlegen. Gelingt ihm das, entfällt auch die Steuer. Nach Auffassung des Finanzgerichts Sachsen-Anhalt ist das möglich, wenn er privat einen ähnlichen Wagen fährt und keine weiteren Fahrer in der Familie infrage kommen (FG Sachsen-Anhalt, 6.5.2009, Az: 2 K 442/02; Rev. BFH, Az.: VIII R 42/09).

Pendlersteuer nur für tatsächliche Fahrten

Für den Arbeitsweg dürfen Dienstwagenfahrer 0,30€ je Entfernungskilometer und Tag als Werbungskosten geltend machen. Für Fahrten zur Arbeit mit dem Dienstwagen versteuern sie monatlich 0,03% des Bruttolistenneupreises – egal, ob der Dienstwagenfahrer den Arbeitsweg tatsächlich zurücklegt oder nicht. Der Bundesfinanzhof hatte diese Praxis schon vor einigen Jahren angeprangert. Weil die Finanzverwaltung sich dem nicht beugen will, hat das Niedersächsische Finanzgericht erneut eine Änderung angemahnt: Nur die tatsächlichen Fahrten sollen auch versteuert werden.

Vorschlag des Gerichts: Wer weniger als 15-mal pro Monat mit dem Dienstwagen zur Arbeit fährt, sollte nur 0,002% der Anschaffungskosten versteuern (FG Niedersachsen, 15.4.2010, Az: 14 K 60/09; Rev. BFH, VI R 67/10).

Nachträgliche Sonderausstattung zählt nicht mit

Der für die 1-%-Methode maßgebliche Fahrzeugpreis umfasst auch Sonderausstattungen, die ab Werk mit eingebaut werden. Wird der Dienstwagen dagegen nachträglich umgerüstet, erhöht das den monatlich zu versteuernden geldwerten Vorteil nicht. Das hatte der Bundesfinanzhof kürzlich für die Nachrüstung einer Flüssiggasanlage entschieden (BFH, 13.10.2010, Az: VI R 12/09).

Mit einem Dienstwagen fahren Dienstwagenfahrer sowieso schon günstiger, als wenn sie die Kosten dafür selbst tragen müssten. Dieser Vorteil lässt sich ausbauen, indem Sie die Regelungen aus den Verfahren und Urteilen anwenden. Spielt das Finanzamt nicht mit, legt der Dienstwagenfahrer Einspruch ein und verweist auf die anhängigen Verfahren. Bei anhängigen BFH-Verfahren beantragen Dienstwagenfahrer zudem Ruhen des Verfahrens bis zur endgültigen Entscheidung.

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