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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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„Was muss ich beim Umstieg beachten und wie viel kann ich sparen?“

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Von Gerhard Schneider,

Frage: Nach Ihrem Bericht über die 1-%-Methode und das Urteil überlege ich auch, auf Fahrtenbuch umzusteigen. Das ist möglich, weil im nächsten Monat mein neuer Firmenwagen geliefert wird, den ich auch privat nutze. Was muss ich beim Fahrtenbuch beachten? Und können Sie mir grob sagen, wie viel ich durch ein Fahrtenbuch im meinem Fall sparen kann? Bei meinem neuen Wagen handelt es sich um einen kleinen Mittelklassewagen, der laut Herstellerpreisliste in meiner Ausstattung knapp 25.000 € kostet.

 

Antwort: Zu Fahrtenbuch können Sie jeweils zum 1.1. eines Jahres wechseln oder – wie in Ihrem Fall – wenn Sie ein neuen Firmenwagen bekommen. Weitere Voraussetzung: Nur wenn Sie Ihren Wagen zu mindestens 50 % betrieblich nutzen, können Sie zwischen der 1-%-Methode und der Abrechnung per Fahrtenbuch wählen.
Oft bringt das Fahrtenbuch eine deutliche Ersparnis – hier einmal durchgerechnet mit Ihren 25.000-€-Firmenwagen:
Beispielrechnung:
Sie fahren einen Firmenwagen, den Sie zu rund 75 % betrieblich und zu 25 %
privat nutzen. Der Wagen hat einen Bruttolistenpreis von 25.000 €. Ihre Fahrzeugkosten belaufen sich z. B. auf 7.500 € pro Jahr (für Abschreibung, Benzin, Wartung etc.).
Bei Abrechnung nach 1-%-Methode sieht Ihre Rechnung so aus:
Fahrzeugkosten/Jahr: 5.000,00 €
abzüglich Privatanteils
1 % von 25.000 = 250,00 €
250 € x 12 Monate: 3.000,00 €
Betriebsausgabe: 2.000,00 €
Steuerersparnis bei z. B. 30%igem Steuersatz: 600,00 €
Bei Abrechnung mit Fahrtenbuch sieht Ihre Rechnung so aus:

Fahrzeugkosten/Jahr: 5.000,00 €
abzüglich Privatanteils 25 %: 1.250,00 €
Betriebsausgabe: 3.750,00 €
Steuerersparnis bei z. B. 30%igem Steuersatz: 1.125,00 €
Vorteil gegenüber 1-%-Methode: 525,00 €

 

Doch beim Führen eines Fahrtenbuchs Sie unbedingt diese Punkte beachten

  • Im Fahrtenbuch müssen Sie jede zurückgelegte Strecke einzeln aufführen. Dazu verlangt das Finanzamt die folgenden Angaben:

    • Datum der Fahrt
    • Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder dienstlichen Fahrt
    • Reiseziel (bei Umwegen Reise­route)
    • Reisezweck und Gesprächspartner
    • Bei Privatfahrten genügt die Angabe der Kilometer; zur besseren Übersicht sollten Sie aber auch die km-Stände zu Beginn und Ende der Fahrt angeben
    • Für Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb genügt ebenfalls ein kurzer Vermerk (z. B. „Fahrt ins Büro“)

  • Alle Angaben müssen lückenlos und schlüssig sein.
  • Führen Sie Ihr Fahrtenbuch handschriftlich in einem gebundenen Buch bzw. Heft (keine losen Blätter oder Excel-Tabelle auf dem PC!).
  • Alternative: Greifen Sie auf anerkannte elektronische Fahrtenbücher zurück, bei denen Einträge nicht mehr geändert werden können. (Achtung: Nicht alle Fahrtenbuch-Programme werden vom Finanzamt anerkannt – billige Smartphone-Apps zum Beispiel genügen oft nicht den Anforderungen des Finanzamts.)
  • Füllen Sie Ihr Fahrtenbuch möglichst sofort nach jeder Fahrt aus. Das Finanzamt lehnt Fahrtenbücher ab, die über Wochen lückenhaft geführt und dann auf einmal nachgetragen wurden. Indizien dafür sind ein immer gleiches Schriftbild und der gleiche verwendete Stift.
  • Achten Sie genau darauf, dass die Eintragungen zu anderen Belegen passen, die mit dem Wagen und Ihren betrieblichen Reisen zu tun haben – z. B. mit Ihren Hotelbelegen, Tankquittungen, Werkstattrechnungen etc.

 

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Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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