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Wenn auch Ihnen einen Golf als Firmenwagen zu eng ist

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Von Gerhard Schneider,

Für unsere Bundestagsabgeordneten ist ein Golf als Dienstwagen offenbar nicht zumutbar – da muss mehr Platz und Luxus her. Aber wie sieht es eigentlich aus, wenn Sie sich als Selbstständiger einen Firmenwagen der Luxuskategorie gönnen und die Kosten dafür steuerlich als Betriebsausgaben geltend machen wollen?

 

Dann sollten Sie genau hinschauen und – anders als unsere Abgeordneten in Berlin – im Zweifel lieber etwas bescheidener sein. Den zum Thema Luxusauto als Firmenwagen gibt es immer wieder Gerichtsurteile wie dieses:
In dem Fall ging es um einen Jungunternehmer, der sich einen Mercedes für 68.000 € als Firmenwagen anschaffte. Er machte bei 25.000 € Jahresumsatz lediglich 1.500 € Gewinn. Angesichts dieser Zahlen wollte das Finanzamt den Betriebsausgabenabzug für den Luxuswagen nicht akzeptieren. Lediglich ein Drittel der Kosten konnte der Jungunternehmer über die Abschreibung geltend machen. Das Finanzgericht Hessen bestätigte die Kürzung (Az. 6 K 1447/03).

Das heißt für Sie:

Das Finanzamt erkennt die Kosten für Ihren Firmenwagen nur dann in voller Höhe an, wenn sie in einem angemessenen Verhältnis zu Ihrem Gewinn stehen. Leisten Sie sich ein Auto der Luxusklasse, haben aber als Selbstständiger durchschnittliche Gewinne, wertet das Finanzamt die Fahrzeugkosten schnell als unangemessene Betriebsausgabe (§ 4 Abs. 5 Nr. 7 Einkommensteuergesetz) und stutzt den Ausgabenabzug.

 

Allerdings gibt es keine festgelegten Grenzen, ab wann ein Fahrzeug in den Augen des Finanzbeamten als unangemessen gilt. Halten Sie sich deshalb an folgende Faustregeln:

Empfehlungen für Ihren Firmenwagen:

  • Nur wenn Sie Gewinne im Bereich von 100.000 bis 150.000 € aufwärts erwirtschaften, können Sie sich ein Oberklasse-Auto leisten.
  • Wenn die Branche Repräsentatives erwartet (Rechtsanwalt, Werbeagentur etc.), darf es dann auch ein Sportwagen sein.
  • Liegen Ihre Gewinne im 5-stelligen Bereich und spielt Repräsentatives in Ihrer Branche keine große Rolle, sollten Sie bescheiden bei einem Mittelklassewagen bleiben.

 

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