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Das sollten Sie über Hinzurechnungen bei der Gewerbesteuer wissen

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Von Midia Nuri,

Das Fiese bei der Gewerbesteuer ist ja: Dem eigentlichen Betriebsgewinn nach Abzug der Betriebskosten werden einige Betriebskosten wieder hinzugerechnet. Die Kurzaussage „Aus Aufwand wird Gewinn“ lässt sich steuerlich allerdings auch wieder nicht halten.

Beispiel Pachtzahlungen

Die haben zuvor den Gewinn der Kapitalgesellschaft gemindert.

Im Rahmen der Gewerbesteuerermittlung wird der zunächst voll abgezogene Aufwand zum Teil korrigiert. Zunächst werden 50 % hinzugerechnet. Anschließend wird noch ein Freibetrag von 100.000 € abgezogen, sodass die Aussage, aus Aufwand wird Gewinn, nicht haltbar ist.

Hinzurechnung erfolgt 2-stufig

Dennoch sind die Hinzurechnungen eines der großen Ärgernisse bei der Gewerbesteuer. Denn letztlich bleibt es dabei: Sie zahlen auf Betriebsausgaben Steuern. Hinzurechnungen vergrößern eben die Ausgangsgröße für die Gewerbesteuerzahlung – das ist ja auch ihr Sinn.

Das sind die wichtigsten Positionen, die Ihrem Gewinn hinzugerechnet werden und so die Ausgangsgröße für die Ermittlung des Gewerbesteuermessbetrags erhöhen:

  1. Entgelte für Schulden (alle Arten von Zinsaufwendungen)
  2. Entgelte für Renten und dauernde Lasten einschließlich Pensionsverpflichtungen aus Direktzusagen an Arbeitnehmer
  3. Gewinnanteile eines stillen Gesellschafters
  4. 20 % der Miet- und Pachtzinsen (einschließlich Leasingraten) für die Benutzung von beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens
  5. 50 % der Miet- und Pachtzinsen (inkl. Leasingraten) bei der Benutzung von unbeweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens. Anmerkung: Die Quote ist mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz gesunken. Vor dem 1.1.2010 wurden 65 % hinzugerechnet.
  6. Zeitlich befristete Überlassung von Rechten (Konzessionen und Lizenzen)

 

So wird gerechnet

Vor Hinzurechnung der oben genannten Beträge wird ein Freibetrag von 100.000 € vom Finanzamt abgezogen. Der den Freibetrag übersteigende Betrag wird dann mit 25 % bei der Ermittlung des Gewerbeertrags berücksichtigt.

So halten Sie die Hinzurechnungen möglichst klein

Bei Körperschafts- oder auch Einkommensteuer ist steuersparendes Ziel ja, einen möglichst geringen steuerlichen Gewinn auszuweisen. Bei der Gewerbesteuer ist es nicht so einfach.

Beispiel:
Kaufen Sie eine Maschine mit hohen Leasingraten, sinkt Ihr Gewinn augenblicklich. Bei der Gewerbesteuer hat das aber zur Folge, dass die Hinzurechnung steigt.

So lösen Sie das Dilemma:
Sofern Sie den Freibetrag von 100.000 € noch nicht ausgeschöpft haben, sollten Sie sich z. B. mit höheren Leasingzahlungen an der Differenz zum Freibetrag orientieren.

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