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Gefahr erkannt – Gewerbesteuerpflicht verbannt

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Von Midia Nuri,

Die Gefahr besteht vor allem für die Unternehmer, die mehrere selbstständige Erwerbstätigkeiten ausüben. Vielleicht gehören Sie ja auch dazu – immerhin ist die Kombination mehrerer Geschäftsideen oft sehr sinnvoll, etwa wenn Sie zusätzlich zu Ihrer Bäckerei einen Kaffeeausschank anbieten.

Darauf sollten Sie achten

Sie sollten Ihre Betriebe in jedem Fall möglichst sauber voneinander trennen. Nur so können Sie der zusätzlichen Belastung mit Gewerbesteuer entgehen.
Die Rechtslage ist jedenfalls klar: Gemäß § 2 Abs. 1 GewStG sind Sie als Selbstständiger gewerbesteuerpflichtig, wenn Sie

  • sich nachhaltig am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligen, um Gewinne zu erzielen und
  • dabei aber keine freiberufliche, land- und forstwirtschaftliche oder vermögensverwaltende Tätigkeit ausüben. Dann sind Sie nicht gewerbesteuerpflichtig.

Vorsicht Falle: Diese 2 Konstellationen bergen Infektionsgefahr

Falls unter Ihren selbstständigen Tätigkeiten auch solche sind, die nicht gewerbesteuerpflichtig sind, sollten Sie noch peinlicher darauf achten, mit diesen nicht in die Gewerbesteuerpflicht zu laufen, etwa so:

  1. Gewerbe infiziert freiberufliche Tätigkeit mit Gewerbesteuerpflicht
    Wenn Sie in einer freiberuflichen Personengesellschaften organisiert sind, müssen Sie besonders vorsichtig sein: Übt Ihre Personengesellschaft nämlich neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit auch eine gewerbliche aus, ist die Gesellschaft aus Sicht des Finanzamts insgesamt gewerblich tätig. Das kann teuer werden.
  2. Aus der Vermögensverwaltung wird ein gewerblicher Handel
    So wird aus dem Verkauf von Immobilien ganz schnell ein gewerblicher Grundstückshandel: Sie brauchen nur zum Beispiel binnen 5 Jahren mehr als 3 Immobilien zu kaufen und wieder zu verkaufen. Die Folge für Sie: Sie überschreiten die Grenze von der privaten Vermögensverwaltung zur gewerblichen Tätigkeit – damit fällt Gewerbesteuer an.

Diese Tätigkeiten sollten Sie daher strikt voneinander getrennt halten. Denn die Gewerbesteuer führt regelmäßig zu einer zusätzlichen Steuerbelastung.

Ihr Vorteil: Getrennte Betriebe – mehrere Freibeträge

Selbst wenn Sie bereits gewerbesteuerpflichtig sind, sollten Sie unterschiedliche Betriebe sauber trennen. Das hat für Sie den klaren Vorteil, dass jeder Betrieb für sich besteuert wird.

Sprich: Sie können dann den Freibetrag von 24.500 € für jeden einzelnen Betrieb neu beanspruchen.

Als eigenständige Betriebe gelten Unternehmen und Tätigkeiten, die voneinander unabhängig sind, beispielsweise EDV-Handel und Taxiunternehmen.

Auch völlig verschiedenartige Tätigkeiten können einen einheitlichen Gewerbebetrieb bilden, wenn sie eng finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch verflochten sind wie etwa bei einem Tabakwarenhandel mit Toto- und Lottoannahmestelle.

Achtung: Auch wenn Sie verschiedenartige Betriebe in einer Gemeinde betreiben, die als Einheit angesehen werden, geht das Finanzamt von einem einheitlichen Gewerbebetrieb aus, wie beispielsweise wenn Sie Gastwirtschaft und Bäckerei oder Gastwirtschaft und Fleischerei in einem Ladenlokal vereinen.

So trennen Sie unterschiedliche Betriebe deutlich

Liegen Ihre Betriebe in unterschiedlichen Gemeinden, sollten Sie sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch trennen. Das bedeutet: Sie

  • erstellen jeweils eine eigenständige Buchführung,
  • arbeiten mit getrennten Bankkonten und
  • getrennter Kasse und
  • stellen das Personal für jeden Betrieb getrennt ein.

Tipp: Geringfügige Überschneidungen sind unproblematisch. Für sich allein führt die gelegentliche Aushilfe mit Personal oder Ware noch nicht zu einem einheitlichen Betrieb.

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