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So punkten Sie bei neuen Mitarbeitern mit alter Direktversicherung

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Von Midia Nuri,

Wie wichtig es ist, selbst für das Alter vorzusorgen, hat sich längst herumgesprochen. Das macht sich auch bemerkbar, wenn Ihr Unternehmen neue qualifizierte Mitarbeiter einstellen will.

In den Vertragsverhandlungen spielt die Altersvorsorge eine immer größere Rolle. Vielfach bringen die neuen Mitarbeiter eine bestehende Direktversicherung mit, die zu den alten Bedingungen weitergeführt werden soll – also insbesondere nicht der nachgelagerten Besteuerung unterworfen werden soll, die seit 2005 gilt.

Alte Direktversicherungen können Sie weiter pauschal besteuern

Als Steuerverantwortlicher Ihres Unternehmens können Sie Ihren Kollegen in der Personalabteilung jetzt ein starkes Verhandlungsargument an die Hand geben: Hat Ihr neuer Mitarbeiter die Direktversicherung vor dem 1.1.2005 abgeschlossen, können Sie die Beiträge zur Direktversicherung auch weiterhin pauschal besteuern. Das Gleiche gilt auch dann, wenn er vorher arbeitslos war und die Prämien vorübergehend selbst gezahlt hat. Das hat die Finanzverwaltung in einem aktuellen BMF-Erlass noch einmal ausdrücklich klargestellt (BMF, Schreiben vom 20.1.2009, Az. IV C 3 – S2496/08/10011 und IV C 5 – S 2333/07/0003).

In diesen Fällen besteht keine zeitliche Vorgabe. Es ist also völlig unerheblich, ob Ihr neuer Mitarbeiter die Direktversicherung nur für einige Monate oder aber für einige Jahre selbst fortgeführt hat. Und: Selbst wenn die Versicherung vorübergehend beitragsfrei gestellt war, können Sie von einer Altzusage ausgehen. Selbst wenn Ihr neuer Mitarbeiter seine Direktversicherung vorübergehend überhaupt nicht fortgeführt hat, kann er die Direktversicherung bei Ihnen zu den günstigeren früheren Steuerregeln fortsetzen.

Wenn der neue Arbeitgeber ein Rahmenabkommen hat

Im Betriebsalltag kommt es immer wieder vor, dass der neue Arbeitgeber die Versicherung des Mitarbeiters mit dessen Versicherungsgesellschaft nicht übernehmen kann, weil er seinerseits ein Rahmenabkommen mit einer anderen Versicherungsgesellschaft geschlossen hat. Dann ist eine Übertragung des Vertrags von der alten Versicherungsgesellschaft auf die Versicherungsgesellschaft des neuen Arbeitgebers erforderlich.

Das dürfte in den meisten Fällen unproblematisch sein, weil sich zahlreiche Versicherungsunternehmen nach dem „Abkommen zur Übertragung von Direktversicherungen bei Arbeitgeberwechsel“ verpflichtet haben, dem neuen Arbeitgeber die Fortsetzung der bisherigen Versicherung zu ermöglichen. Voraussetzungen dafür sind:

Die Übertragung wird mit Zustimmung aller Beteiligten (neuer Arbeitgeber, alter Arbeitgeber und Arbeitnehmer) bei einem der beteiligten Versicherer innerhalb von 12 Monaten nach dem Ausscheiden des Arbeitnehmers aus dem bisherigen Arbeitsverhältnis beantragt, und das bisherige Versicherungsunternehmen überweist den Barwert ohne Abzüge an das neue Versicherungsunternehmen. Diese Ausführungen gelten auch bei so genannten Kollektiv-(Rahmen-)Verträgen. Der Fiskus geht auch hier von einer Altzusage aus, wenn der bisherige (alte) Arbeitgeber die Versorgungszusage vor dem 1.1.2005 erteilt hat.

Vorsicht, Steuerfalle bei Verlängerung des Vertrags

Im Betriebsalltag kommt es gerade auf der Führungsebene immer wieder mal vor, dass langjährige Mitarbeiter bei Erreichen der Altersgrenze noch ein, 2 Jahre „dranhängen“ – meist auf ausdrückliche Bitte des Vorstands oder der Geschäftsführung. Läuft die für die Mitarbeiter abgeschlossene Direktversicherung zum vorgesehenen Zeitpunkt des Ausscheidens aus, wird sie kurzerhand entsprechend verlängert.

Und schon schnappt die Steuerfalle zu. Denn bei einer nachträglichen Verlängerung des Versicherungsvertrags handelt es sich steuerlich um einen Neuabschluss. Die Folge: Bei den Zinsgutschriften, die auf die Vertragsverlängerung entfallen, handelt es sich um Einkünfte, die lohnsteuerpflichtig sind.

Altersvorsorge: Diese Regeln gelten 2009

Bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung können jährlich mit staatlicher Förderung in eine überbetriebliche Vorsorgeform eingezahlt werden. Auf die Beiträge fallen unter bestimmten Voraussetzungen in der Ansparphase weder Steuern noch Sozialabgaben an (§ 3 Nr. 63 Satz 1 Einkommensteuergesetz (EStG)). 2009 gilt das für Beträge bis 2.592 € pro Jahr. Darüber hinaus können für Verträge, die ab dem 1.1.2005 abgeschlossen wurden oder noch werden, pro Mitarbeiter und Jahr bis zu 1.800 € steuerfrei in eine betriebliche Altersvorsorge eingezahlt werden (§ 3 Nr. 63 Satz 3 EStG). Diese Zahlungen sind allerdings sozialabgabenpflichtig.

PensionskasseDie Vorsorge über eine Pensionskasse – dabei handelt es sich um Versicherungsunternehmen, die ausschließlich betriebliche Altersvorsorge anbieten – funktioniert wie bei der Direktversicherung. Allerdings sind bei der Pensionskasse flexiblere Gestaltungen möglich. Die Mitarbeiter können sich und ihre Familien zusätzlich für den Fall der Berufsunfähigkeit absichern.
PensionsfondsDie Unterschiede zur Pensionskasse sind folgende: Pensionsfonds dürfen einen höheren Anteil der Beiträge in Aktien anlegen. Bei einer Insolvenz des Versicherungsunternehmens sind die Leistungen des Pensionsfonds über den Pensionssicherungsverein (PSV) abgesichert. Dafür muss Ihr Unternehmen zusätzliche Beiträge an den PSV zahlen. Außerdem müssen Pensionsfonds die Renten als lebenslange Altersrenten auszahlen. Bei Direktversicherungen und Pensionskassen ist oft auch eine Einmalzahlung möglich.
DirektzusageBei einer Direktzusage stellt Ihr Unternehmen unmittelbar eine Betriebsrente in Aussicht. Dafür bildet es Pensionsrückstellungen. Dadurch sinkt im Jahr der Bildung die Steuerbelastung und Ihr Unternehmen gewinnt Liquidität. Für die Finanzierung der Zusage wird in der Regel eine so genannte Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Die Prämien dafür sind als Betriebsausgaben abziehbar.
Unterstützungskasse Wie bei der Direktzusage bleibt Ihr Unternehmen auch bei Einzahlungen in eine Unterstützungskasse gegenüber den Mitarbeitern direkt verpflichtet. Die Verwaltung des Geldes überlässt das Unternehmen jedoch einer Unterstützungskasse. Im Regelfall wird für eine Vorsorge über eine Unterstützungskasse eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Die Höhe der Prämien für die Versicherung des Arbeitnehmers kann das Unternehmen als Betriebsausgaben abziehen.

 

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