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Und plötzlich ist da auch noch die Gewerbesteuer...

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Steuer Gewerbesteuer

Von Midia Nuri,

Immer mehr Selbstständige, die den Status eines Freiberuflers haben und deshalb keine Gewerbesteuer zahlen müssen, tappen derzeit in eine gefährliche Falle.

Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen bieten sie ihren Kunden Zusatzleistungen und riskieren, dass das Finanzamt anklopft und plötzlich für alle Einnahmen Gewerbesteuer kassieren möchte. Typisch ist zum Beispiel diese Frage einer Freiberuflerin, die mich erst vor wenigen Tagen erreichte:

Werbetexterin möchte Leistungen einkaufen und weiterberechnen

Ich bin freie Werbetexterin und will meinen Kunden vermehrt Leistungen aus einer Hand anbieten. Deshalb kaufe ich Grafikleistungen ein. Der Kunde erhält von mir also eine Rechnung z.B. über „Text und Gestaltung“ einer Broschüre. Meine Frage: Wenn ich Grafikleistungen einkaufe und weiterberechne, kann ich dann noch Freiberuflerin sein? Oder muss ich als „kleine Werbeagentur“ ein Gewerbe anmelden?

Wann es für Freiberufler problematisch mit der Gewerbesteuer wird

Meine Antwort: Solche Konstellationen können in der Tat problematisch werden. Sie können als Freiberufler zwar auch Einkünfte aus gewerblicher Arbeit erzielen, ohne Ihren Status zu riskieren. Doch dabei müssen Sie folgende Fälle unterscheiden:

  1. Sie haben ein Gewerbe neben Ihrer freiberuflichen Tätigkeit – neben Ihrer Arbeit als Texterin betreiben Sie zum Beispiel einen kleinen Buchladen. Das eine hat also nichts mit dem anderen zu tun. In diesem Fall melden Sie für den Buchladen ein Gewerbe an und zahlen ggf. für die Einkünfte daraus Gewerbesteuer (Freigrenze: 24.500 €). Ihre Einkünfte aus der freiberuflichen Textarbeit bleiben davon unberührt.
  2. Der gewerbliche Teil ist nur eine Art Hilfsleistung zu Ihrer freiberuflichen Haupttätigkeit. Beispiel: Ein freiberuflicher Web-Designer hat als Service auch das Web-Hosting. In solchen Fällen, in denen freiberufliche und gewerbliche Teile sich nicht wie in Fall 1 klar trennen lassen, die freiberufliche Tätigkeit aber deutlich im Vordergrund steht, werden die gesamten Einkünfte als freiberuflich angesehen, und eine Gewerbeanmeldung ist nicht erforderlich.

Gewerblicher und freiberuflicher Teil müssen sich voneinander trennen lassen

Schwierig wird es dann, wenn sich der gewerbliche Teil und der freiberufliche Teil nicht voneinander trennen lassen und der gewerbliche Teil so groß ist, dass er nicht mehr als Hilfsleistung angesehen werden kann. Dann könnte das Finanzamt auf den Gedanken kommen, alle Ihre Einkünfte als gewerblich einzustufen. Diese Gefahr besteht in dem oben beschrieben Fall durchaus. Das heißt für Sie: Wenn Sie Ihren Kunden zusätzliche Leistungen bieten wollen, um neue Einnahmequellen zu erschließen, prüfen Sie zuerst, ob diese Leistungen als gewerblich einzustufen sind. Fragen Sie im Zweifelsfall vorher bei ihrem Finanzamt an, beschreiben Sie Ihr Vorhaben und fragen Sie ob sich daraus möglicherweise eine Gewerbesteuerpflicht gibt.

Berechnung der Gewerbesteuer ist ein Buch mit sieben Siegeln

Ärgerlich an der Gewerbesteuer ist nicht einmal so sehr die zusätzliche finanzielle Belastung. Denn die Gewerbesteuer können Sie bei Ihrer Einkommensteuer anrechnen, so dass sich oft gar keine zusätzliche Belastung durch die Gewerbesteuer ergibt. Trotzdem ist die Gewerbesteuerpflicht ärgerlich, weil sie mit zusätzlichem bürokratischem Aufwand für Sie verbunden ist. Sie müssen neben Umsatz- und Einkommensteuer- noch eine weitere Steuererklärung abgeben. Schon wie sich die Gewerbesteuer berechnet ist für viele Selbstständige und Unternehmer ein Buch mit sieben Siegeln. Und tatsächlich: Die Berechnung ist recht kompliziert und die Höhe der Steuer, die dann tatsächlich gezahlt werden muss, bei gleichem Ertrag durch die unterschiedlichen Hebesätze von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Darüber hinaus sind Sie gezwungen, Mitglied in der örtlichen IHK zu werden. All das sind genügend Gründe, die Gewerbesteuer zu vermeiden und möglichst einen Status als Freiberufler zu erhalten oder anzustreben.

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