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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Die 19.600-Euro-Umsatzsteuer-Falle

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Steuer Umsatzsteuer

Von Midia Nuri,

Aktuell nehmen die Steuerbehörden durch (unangekündigte!) Umsatzsteuer-Sonderprüfungen 1,9 Milliarden € ein – bei insgesamt 96.992 durchgeführten Sonderprüfungen macht das rund 19.600 € pro Fall!

Diese Zahlen sollten Sie sich auf jeden Fall genau anschauen: Das heißt: Stehen die Umsatzsteuerprüfer vor Ihrer Tür, finden sie fast immer etwas – und dann wird es teuer. Das Gemeine an der Umsatzsteuer-Sonderprüfung: Sie werden unabhängig vom Turnus der allgemeinen Betriebsprüfung und ohne Unterscheidung der Größe der Betriebe vorgenommen. Das heißt: Anders als bei den herkömmlichen allgemeinen Betriebsprüfungen ist die Wahrscheinlichkeit einer Prüfung auch für Kleinunternehmen groß – geprüft wird der, bei dem irgendwelche umsatzsteuerlichen Ungereimtheiten auffallen oder vermutet werden. Hinzu kommt:

Umsatzsteuer-Sonderprüfung findet oft unangemeldet statt

Die Umsatzsteuer-Sonderprüfung beginnt häufig mit einer so genannten Nachschau. Die Umsatzsteuer-Nachschau wurde vor einigen Jahren eingeführt. Während die herkömmliche Betriebsprüfung angekündigt werden muss und so ausreichend Zeit für eine Vorbereitung mit dem Steuerberater bleibt, können die Prüfer bei der Umsatzsteuer-Nachschau unangemeldet kommen, „um Sachverhalte festzustellen, die für die Besteuerung erheblich sein können“, so § 27b Umsatzsteuergesetz (UStG).

Umsatzsteuer-Sonderprüfung auch ohne Verdachtsmomente möglich

Besonders unangenehm: Für die Umsatzsteuer-Nachschau müssen keine konkreten Verdachtsmomente für ein steuerliches Vergehen vorliegen. Die Prüfer können selbst entscheiden, bei wem sie für die Nachschau erscheinen – ohne dass Sie sich dagegen wehren könnten. Deshalb ist die Frage interessant, was Betriebsprüfer 2011 gern als Anlass für eine Nachschau nehmen. In der folgenden Checkliste finden Sie Anlässe – je mehr davon auf Sie zutrifft, desto größer die Gefahr.

Checkliste zum Thema Umsatzsteuer-Sonderprüfung

Checkliste: Treffen eines oder mehrere dieser Merkmale auf Sie zu, steigt die Gefahr einer Umsatzsteuer-Nachschau

  • Aus Ihrer Jahressteuererklärung ergibt sich eine größere Nachzahlung – Sie haben also in den monatlichen oder vierteljährichen Umsatzsteuervoranmeldungen weniger Umsatzsteuer angegeben und vorausbezahlt.
  • Ihr Umsatz weicht deutlich vom Branchendurchschnitt ab.
  • Sie haben monatlich bzw. quartalsweise sehr stark schwankende Umsätze.
  • Es wechseln sich häufig Monate bzw. Quartale ab, in denen Sie Umsatzsteuer zahlen und in denen Sie Erstattungen bekommen.
  • Sie reichen Unterlagen, Rechnungen oder Belege beim Finanzamt ein, die auf Fehler oder Ungereimtheiten schließen lassen können.
  • Es handelt sich um eine Neugründung.
  • Sie stellen Rechnungen mit unterschiedlichen Steuersätzen aus (7 ?% bzw. 19?% Umsatzsteuer).
  • Einer Ihrer Geschäftspartner ist bei Steuerhinterziehungen erwischt worden.

 

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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