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Diese fiese Falle droht bei der Umsatzsteuervoranmeldung

4.33 6 Beurteilungen

Von Gerhard Schneider,

Schon bei der nächsten Umsatzsteuervoranmeldung wartet eine unangenehme Falle, die schon unzählige Selbstständige übersehen haben und die zu unangenehmen Nachfragen oder gar zur einer Steuerprüfung durch das Finanzamt führen kann.

 

Diese Falle kann immer dann zuschnappen, wenn Sie für Kunden im EU-Ausland arbeiten.

Ein Beispiel zeigt, worum es geht

Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor:
Ein deutscher Unternehmensberater berät einen Unternehmenskunden in Österreich. Diese Leistung gilt als in Österreich erbracht (auch wenn der Berater häufig zu Hause in Deutschland dafür in seinem Büro gearbeitet hat), ist also von der deutschen Umsatzsteuer befreit.
Der Berater machte mit seinen deutschen Kunden zum Beispiel 3.000 € und mit dem österreichischen Kunden 1.000 € Umsatz. Während für die deutschen 3.000 € 19 % Umsatzsteuer fällig werden, sind die österreichischen 1.000 € von der Umsatzsteuer befreit.

Hier liegt die Falle

Solche steuerfreien EU-Umsätze müssen Sie bei Ihrer vierteljährlichen oder monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung getrennt ausweisen. Im Beispiel unseres Unternehmensberaters:
Seine 3.000 € steuerpflichtigen Umsatz trägt er bei der Online-Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung im ELSTER-Portal im entsprechenden Formular unter Punkt 4 „Lieferungen und sonstige Leistungen (steuerpflichtige Umsätze)“ ein.
Direkt darüber gibt es den Punkt 3 für „steuerfreie Umsätze“ mit dem Feld 41 für „innergemeinschaftliche Lieferungen an Abnehmer mit USt-IdNr.“. Die meisten denken sich, so wie unser Berater aus dem Beispiel: „Gut, hier trage ich die Einnahmen für das steuerfreie Honorar aus Österreich ein!“
Doch Achtung: Genau das ist falsch! Wer hier Umsätze für steuerfreie Dienstleistungen einträgt, riskiert Ärger mit dem Finanzamt. Denn diese Zeile ist für Warenlieferungen ins EU-Ausland bestimmt, nicht aber für Dienstleistungen.

 

So machen Sie es richtig

Die Umsätze für steuerfreie EU-Dienstleistungen gehören im Formular unter den Punkt 6 „Ergänzende Angaben zu Umsätzen“ und dort in Zeile 21 mit dem Titel „Nicht steuerbare sonstige Leistungen“.
Hier sehen Sie, warum ich diese Falle „fies“ nenne: Die Beschriftung im Formular ist irreführend!
Mit möglicherweise unangenehmen Folgen – denn ein Fehler kann zwei Konsequenzen haben:

  • Bei der später folgenden zusammenfassenden Meldung kann ein Widerspruch auftauchen. Diese Meldung geben Sie quartalsweise immer dann zusätzlich zur Umsatzsteuervoranmeldung ab, wenn Sie steuerfreie Lieferungen oder Leistungen erbracht haben. Bei der zusammenfassenden Meldung ist dann sehr eindeutig zwischen EU-Dienstleistung und -Warenlieferung zu unterscheiden. Kreuzen Sie dann Dienstleistung an, während bei der Voranmeldung der gleiche Umsatz bei Warenlieferung steht, ist das ein Widerspruch, der das Interesse der Prüfer wecken könnte.

Oder:

  • Wenn Sie Freiberufler sind und einen steuerfreien Dienstleistungsumsatz versehentlich als Warenlieferung melden, könnte das Finanzamt ebenfalls hellhörig werden. Dann könnte sich Ihr Sachbearbeiter schnell die Frage stellen, warum Sie keine Gewerbesteuer abführen, wenn sie doch Umsätze durch Warenverkauf erzielen.

Diesen Konsequenzen sollten Sie mit den Tipps von heute aus dem Weg gehen!

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